Vorkommen von Mineralien und Rohstoffen im Kanton Zug - Mineralienfundorte in der Schweiz 3.0

Vorkommen und Fundorte von Mineralien in der Schweiz
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Vorkommen von Mineralien und Rohstoffen im
Kanton Zug

Die vollständigen Fundort- und Mineraliendaten sind nur auf dem USB-Stick vorhanden.


1 Fund- Abbauorte
1 Mineralien/Synonyme/Varietäten
1 Zuweisungen


ZG :  Einsiedeln, Gottschalkenberg, Greit, Grüt, Hintertann, Hohe Rone, Höhronen, Hütteneregg, Menzingen, Mühlebach, Oberer Sparen, Obersparen, Ober-Sparen, Sparen, Sparenweid, Steinerflue, Steinerfluh, Wurf;(Kohleabbau), ca. 1140 MüM
Auf ca. 4 km Länge von SW nach NE wurde an den Orten Steinerfluh, Wurf, Greit und Ob. Sparen Kohle in 18-21 cm Mächtigkeit erschürft. Die Schichten fallen 20-30° nach SE. Im Hangenden des Flözes treten unter bunter Nagelfluh blaugraue Mergel mit zahlreichen Pflanzenresten auf. 1836 bis 1844 und 1860/61 standen die Gruben im Betrieb. Obersparen: Gemeinde Menzingen, 692.093 / 224.479
Steinerfluh: Gemeinde Menzingen, 689.566 / 223.412
Höhronen: Gemeinde Oberägeri, 694.107 / 224.057.
Abgebaut wurde in den Gruben Wurf und Greit am Gottschalkenberg Molassekohle (Greit: Koord. 691.3 / 223.8) wurde 1835 entdeckt und in grossem Masse Abgebaut. Ab 1846 wurden im Wurf 5 Stollen vorangetrieben und das trotz des Misserfolges (Misswirtschaft) bei der Grube Greit. Weitere mehr oder weniger erfolgreiche Abbauversuche fanden auch im Ober-Sparen und in der Steinerfluh statt.  Ab 1860 erloschen dann alle Abbautätigkeiten. Erst der Kohlemangel des 2. Weltkrieges führte zu einem erneuten Abbau. In dieser Zeit konnten allerdings wegen der geringen Flözmächtigkeit nur gerade 21 Tonnen Kohle gefördert werden. Die Stollen können heute noch teilweise begangen werden (unter der entsprechenden Gefahr!). Eine Bedeutung könnte die Grube Wurf heute noch erlangen: auf der Halde des Stollen 2 kommen radioaktive Kohlenstücke vor, die immerhin einige Prozent Uran in der Asche aufweisen.

Anno 1835 entdeckte man in der Nähe des Hofes Greit (Grüt) NW vom Gottschalkenberg Spuren von Kohlen, zu deren Ausbeute die Gemeinde Menzingen schon im folgenden Jahre Anstrengungen machte. Eine gemeindrätliche Kommission hatte Vollmacht, die Sache zu untersuchen, eine Konzessionssumme festzusetzen und mit den Herren Lehrer Staub in Rapperswil und Landrat Heggli einen Ausbeutungsvertrag abzuschliessen.
Schon 1838 war der Betrieb in vollem Gange; die Arbeiterzahl betrug anfänglich 20 und hernach 50 - 60 Mann. Es gab Zeiten, in denen man Tag und Nacht arbeitete.
Die Mächtigkeit der reinen Kohle des Flözes habe 18 - 21 cm betragen. Die Gruben lagen zwischen 960 und 1060 m. Der Abbau geschah durch Stollen.

Im Wurf, das ist in einem Walde im obern Lauf des Mühlebaches wurde das Flöz durch fünf auch WE gerichtete Stollen aufgeschlossen. (Erster Stollen 1846. ) Ihre Mündungen bilden an dem nordöstlichen Abhange eine schief aufsteigende Reihe und liegen etwa zwischen 860 m und 970 m. Die unterste Grube berührte den rechten Rand des Baches und scheint eher ein Entwässerungsstollen gewesen zu sein. Die dritte Grube liegt etwas ausserhalb der Reihe, hat aber dafür eine schiefabwärts steigende Richtung. Die beiden obern Gruben sind von den übrigen etwas weiter entfernt. Bei diesen liegt der meiste Schutthellgraue und hellgelbe, auch schwärzliche, mehr oder weniger schiefrige Mergel. Die Arbeit ist schon längst eingestellt. Die Kohlenmächtigkeit wird auf 15 - 21 cm angegeben. Die dritte Grube ist jetzt (1899) noch gangbar; das Dach ist aus festen Sandsteinen gebildet und die Sohle ist trocken. Die Ausgänge der übrigen Stollen sind zerfallen.

Eine am spätesten in Angriff genommene Stelle befindet sich in der Steinerfluh auch etwa unter dem Namen Hintertann aufgeführt (südwestlich Greit). Ausgebeutet wurde namentlich in den Jahren 1860 und 1861 von Joh. Klemens Elsener und seinen Brüdern in zwei Stollen, die etwa 60 - 70 m von W nach E in der Streichrichtung getrieben waren. Die eine Grube befand sich am rechten Ufer der Bachrunse, die andere höher oben im Walde.
Später wurden jedenfalls noch andere Ausbeutungsversuche unternommen. Man fand nämlich (1898) nicht nur zwei, sondern vier verlassene Gruben schräg den Wald hinaufsteigend mit davor gelagerten Schutthaufen. Die unterste Grube ist nahe am Weg, etwa zwischen 1020 und 1030 m; aus der zweituntersten fliesst eine Quelle.
Die genannten vier Stellen (Sparen, Greit, Wurf, Steinerfluh) sind diejenigen Orte, an denen wenigstens einige Zeit lang ausgebeutet wurde; Schürfversuche, die bald wieder aufgegeben wurden, fanden noch an zahlreichen Orten statt.
- Braunkohle -
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