Vorkommen und Fundorte von Mineralien in der Schweiz
Baryt, Calcit Region Hauenstein-Horn
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Vorkommen von Mineralien und Rohstoffen im Kanton Graubünden              (ohne Tavesch und Oberhalbstein)

Die vollständigen Fundort- und Mineraliendaten sind nur auf dem USB-Stick vorhanden.
Fundorte von Bohnerzen, Kohlen und Waschgold sind am Ende der Seite aufgeführt.
Über Verbote und Einschränkungen informieren Sie sich auf der Website des SVSMF.

(Patente und Verbote: siehe Link auf SVSMF-Seite)

Ganzer Kanton Graubünden:
886 Fund- / Abbauorte
516 Mineralien/Synonyme/Varietäten
5270Zuweisungen Mineral -> Fundort
 
Am Albula bei Bergün.
- Hämatit - Limonit

Bei der Strasse vom Weissensteiner Wirtshaus über den Albulapass (Stand 1866).
- Anhydrit

Eisenerz, 4 Stunden ob dem Tal in eisenschüssigem Kalkgebirge. Hier dürfte es sich um ein Erz handeln, welches am Bleiberg gegen die Alp Ramoz gewonnen wurde. Erwähnt wird von dort eine starke Limonitisierung von Pyrit und Zinkblende. Die Anfänge des Bergbaus auf der Alp Ramoz gehen auf das Jahr 1588 zurück.
- Eisenerz - Pyrit - Sphalerit

Alp Ramoz

Nebst den bekannten Gruben in der Casanna (Manganerz), Saaser Alp, Gotschnaboden und Tirolerloch, fand man in der Gegend von "Gatschiefer" und der Alp "Spärra" Erze. Es ist auch urkundlich belegt, dass Erzproben von diesen Fundstellen nach Hall zur Untersuchung gesandt wurden. Man weiss aber nicht, ob ein entsprechender Abbau stattgefunden hat.
- Biotit - Erze - Goethit - Hornblende - Pyrit - Siderit


1.) Gebiet Bahnhof Ruis, 350 Meter südöstlich des Bahnhofs über dem Rhein und wenig über dessen Niveau: einige Stollen von 5 Meter (Blei und Zink): 1916 wurde  ein neuer Abbauversuch gestartet (Stollen Sul Rhein). Die Abbautätigkeit musste aber bereits 1918 wegen unbedeutender Ausbeute eingestellt werden. Im Andiaster Tobel finden sich Bleiglanz (Galenit), Kupferkies und Arsenkies, ein wenig Zinkblende (Sphalerit) und Pyrit. Andest heisst heute Andiast.
2.) Schmuèr-Tobel, westlich von Ruis: Förderung von 40 Tonnen Kupferkies (Chalkopyrit)/Bleiglanz (Galenit)-Erzbrocken von der alten Halde am rechten Bachufer, Stollen von 46 und 77 Meter sowie Schürfungen: am linken Bachufer einige Stollen (bis 30 Meter); Abbau Beginn Ende 1916 bis Mitte 1917.
- Arsenopyrit - Chalkopyrit - Galenit - Hämatit - Pyrit - Sphalerit

Das Gipslager von Alvaschein/Alvaneu tritt in den penninischen Bündnerschiefern verbreitet auf, jedoch selten in abbauwürdiger Qualität und Menge. Das Gipslager - Gips chemisch: schwefelsaurer Kalk (Ca SO4.2H2O) ist das einzige im Bündnerland über längere Zeit abgebaute Vorkommen. Es dürfte schon vor mindestens 300 - 400 Jahren genutzt worden sein: es wird bereits 1697 in einem Dokument erwähnt.
- Gips

Im Roffnakristallin auf meterlangen Kluftflächen sind einige Mineralien zu finden deren Grösse 1 cm aber kaum übersteigt.
- Adular - Albit - Calcit - Chlorit - Hämatit - Quarz - Turmalin

In den Felshängen W Plan Davains, auf Plan di Bov, sind ebenfalls Sideritschmitzen innerhalb der Roffnagneismasse festgestellt worden.
- Siderit

Südwestlich des Piz Tasna.
Galenit nördlich von Ardez im Unterengadin.
- Calcit - Galenit

100-150 Meter westlich der Kabinenbahnmasten (unterhalb des 2. Masten der Weisshornbahn) auf ca. 2000 MüM aus einer roten Felsrippe.
- Quarz

Gesteinsblöcke unterhalb Masten 2

GR :  Arosa (westlich), Aroser Rothorn (Westabhang), Aroser Rothorn (Nordosthang), Totälpli, St. Margaretha (Mine);(Kupfererzabbau), ca. 2565 MüM
Am Westabhang des Rothorns westlich von Arosa finden sich Lager von Kupferkies und Pyrit in Hornblendegneisen.
Casty: "...treten, besonders am Nordosthang des Aroser Rothorns als auch im Totälpli, in dünnen Adern in Flittern oder Nestern Kupferkies und Fahlerz auf. Als Zersetzungen sind Malachit und Azurit ziemlich häufig. in Partien, wo Kupferkies und Fahlerz gemischt vorkommen, zeigen sich bisweilen zierliche Arsenkies-Kristalle. Der Erzgehalt ist im Allgemeinen gering."
- Aktinolith - Andalusit - Ankerit - Arsenopyrit - Azurit - Chalkopyrit - Epidot - Fahlerz - Kupfererz - Malachit - Pyrit - Siderit

GR :  Arosa, Alp Prätsch, Prätschalp, Pretschalp;(Manganerzabbau), ca. 1965 MüM
Nicht nachgewiesener Manganerzabbau in der Region der Alp Prätsch, nördlich von Arosa.
- Albit - Braunit - Chlorit - Diabas - Hämatit - Manganerz - Manganocalcit - Parsettensit - Quarz - Radiolarit

GR :  Arosa, Erossa (Arosa), Hubl, Hubel, St. Jos (Mine), St. Maria (Mine), St. Magdalena (Mine), Eretzhorn, zum heiligen Geist (Mine), Ramutz, zu unseren Frauen (Mine), St. Lucas (Mine), St. Michael (Mine), Aroser Rothorn, St. Jakob (Mine), St. Christoffel (Mine), zur Hoffnung (Mine), St. Barbara (Mine), St. Margaretha (Mine);(Erzabbau), ca. 1750 MüM
Gruben (gemäss Christian Gadmer, 1588):
Erossa (Arosa): zum Hubl (Hubel):
- St. Jos (Pyrit. Beim Bau des Hotels Rothorn (1903) stiess man beim Goldloch auf einen Schacht und viel grobes Gestein).
In alpen vorem inderen Sehe: d'weysen gruoben:
- St. Maria - St. Magdalena
Im Eretzhorn:
- zum heiligen Geist
in Ramutz: zu oberst:
- zu unseren Frauen
mitter: - St. Lucas underst: - St. Michael (Mine),
im Rothorn:
- St. Jakob (Mine), - St. Christoffel (Mine), - zur Hoffnung (Mine), - St. Barbara (Mine), - St. Margaretha (Mine)
- Eisenerz

GR :  Arosa, Erzhorn, Eretzhorn, zum heiligen Geist(Mine), Erzboden, Erztschuggen, Aroser Rothorn, Piz Naira (Grat); (Erzabbau), ca. 2460 MüM
Erossa: (Arosa) «Im Eretzhorn: zum heiligen Geist» Nach Casty: "Die Eisenerzvorkommen am Erztschuggen ziehen sich vom Erztschuggen in 2560  - 2700 MüM gegen das Aroser Rothorn hinauf und über den Grat von Piz Naira.
Am Fusse des Erzhornes, in den «Erzböden», findet man heute noch Spuren von Malachit, Kupferlasur und Fahlerz sowie von Eisenund Bleierzen.
- Eisenerz - Hämatit - Limonit

GR :  Arosa, Guggernell, Guggernellgrat, Alp Ramoz;(Erzabbau), ca. 1850 MüM
Casty erwähnt: Es ist dies die unzugänglichste und von Arosa aus abgelegenste Erzlagerstätte, nämlich am Guggernellgrat südlich der Alp Ramoz. Die ergiebigste Stelle liegt östlich der Hütte nördlich von Punkt 2806 in ca. 2700 m.ü.M.
- Bleierz - Sphalerit

GR :  Arosa, Hubel (Nordseite) Innerarosa, Goldloch, Villa Hohenfels;(Erzabbau), ca. 1870 MüM
Nach Casty: "Mitten im Dorf, zwischen dem alten Postplatz und Post Innerarosa zieht sich längs der Poststrasse eine Ophiolithschicht hin, die grösstenteils von Sackungen, Schutt und Uloraue bedeckt ist. Früher scheint davon nur die Stelle beim Goldloch unterhalb der Villa Hohenfels, also auf der Nordseite des Hubels, auf dem heute die reformierte Kirche steht, bekannt gewesen zu sein. Durch die Fundamentarbeiten für Neubauten konnte an weiteren Oertlichkeiten, z.B. beim Hotel Schweizerhof, beim Touringhotel, beim Hotel Bellevue, ihr Vorhandensein festgestellt werden.
- Eisenerz - Pyrit

GR :  Arosa, Igl Cuolm, Im Welschtobel;(Erzabbau), ca. 2000 MüM
3 Bleiminen im Welschtobel.
- Bleierz

GR :  Arosa, Litzirütti, Litzirüti, Pretschalp, Prätschalp, Schroeterwitti, Schröterwiti, Fondeital, Fondeibach, Barge, Reckholderalp, Wallbrunnen, Weissfluh, Thiejerbach, Tiejerbach, Tiejer Bach;(Erzabbau), ca. 1450 MüM
Nicht erwiesener Erzabbau in der Region der Litzirütti.
Casty: Das kleine Manganerzvorkommen östlich der auf der Litzirüti wurde im Jahre 1917 wiederentdeckt. Die Lagerstätte liegt auf der Talseite in einer Höhe von 1600 MüM, ca. 100 Meter von dem Strässchen entfernt, das von Sonnenrüti nach Mädrigen führt.
- Albit - Braunit - Caryopilit - Chlorit - Hämatit - Manganerz - Manganocalcit - Parsennstein - Parsettensit - Piemontit - Psilomelan - Quarz - Radiolarit - Sursassit - Tinzenit

GR :  Arosa, Tschirpen (Südfuss), Aelpli;(Erzabbau), ca. 2360 MüM
Nach Casty: "Das Eisenlager am Tschirpen liegt im Aelpli, am Südfuss des Tschirpen in 2360 - 2370 MüM. Es verrät sich durch den gelben Felsen... Das Gestein wird schnurartig von bis 10 cm dicken Linsen aus Roteisenstein (Hämatit) durchzogen".
- Eisenerz - Hämatit

GR :  Ausserferrera, ca. 1300 MüM
- Ferroaxinit - Hämatit

GR :  Ausserferrera, Piz Hirli, Alp Nursera, Alp Ursera, La Hütta, Gruoba, Sta. Anna (Stollen), Bethlehem (Stollen), Römerstollen, Traversa;(Kupfer-Silber-Erzabbau), ca. 1820 MüM
Westlich von Ausserferrera und südlich von Andeer gelegen. Eine Kupfer-Silber-Lagerstätte, in der letztmals 1867 abgebaut wurde. Umfangreiche Bergwerksanlagen befinden sich in Ursera. Das Bergwerk Ursera liegt zwischen dem Hinter- und Averserrhein auf dem Nordausläufer des Piz Hirli. An verschiedenen Stellen sind dem dort vorkommenden Andeerer-Granit hellgelbe Dolomitkeile eingelagert. An der Nordseite dieser Keile liegt zum Granit noch eine Quarzzwischenschicht mit einer Mächtigkeit von 0.5 bis 2 Meter mit eingelagerten Kupfererzen. Meistens ist das Erz fein verteilt und nur selten in 2 bis 5 cm grossen Nestern vorhanden. Diese Vererzungen sind an der Oberfläche durch grüne und blaue Oxidationserze gekennzeichnet. Diese kräftigen Oxidationserze verleiteten früher zu der Annahme, man hätte es mit einer reichhaltigen Vererzung zu tun obwohl der Erzgehalt verschwindend klein ist (Silberanteil 1.5%). Die vererzten Quarzzonen sind mittels eines Stollens von 1200 Meter Länge abgebaut worden. Davon sind heute noch etwa 500 Meter begehbar.
- Antimonit - Azurit - Baryt - Bornit - Calcit - Chalkopyrit - Covellin - Dolomit - Fahlerz - Galenit - Malachit - Pyrit - Quarz - Stibnit - Tetraedrit - Tirolit

GR :  Avers, ca. 2100 MüM
- Crossit - Glaukophan - Magnesioriebeckit

GR :  Averstal (Ausgang), Gruoba;(Kupfererzabbau), ca. 1980 MüM
Am Ausgang des Averstales findet sich ein schmales in Roffnaporphyre eingekeiltes Triasband. Dasselbe enthält als primäres Erz Antimonfahlerz; ausgesuchte Erzproben ergaben 16% Cu und 0,005% Ag. Die Erzgrube "Gruoba" wurde bis 1870 betrieben.
- Tetraedrit

GR :  Ballvisana, Ballvisertal;(Erzabbau)
Eisenerzvorkommen von hier erwähnen Scheuchzer und Wagner. Gruner nennt von dort ein weisses Eisenerz. Beide Ortsangaben, Ballvisana und Ballvisertal, sind auf der Karte nicht eingetragen.
- Eisenerz

GR :  Bergellergebiet, ca. 1000 MüM
Mikroskopisch in den Amphiboliten, im Tonalit und im Gabbro im Bergellergranit.
- Edenit - Mesolith - Tschermakit

GR :  Bernina, Val Minor, ca. 2300 MüM
Genauere Angaben fehlen.
Der ins Val Minor führende Bergbauhistorische Lehrpfad will über die Bergbautätigkeiten zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert informieren. Es werden dabei Erklärungen zu den Gesteinsvorkommen in der Gegend sowie auch über die die Entstehung der Stollen gegeben. Acht Hinweistafeln führen von der Talstation Lagalb aus zur Berninapasshöhe in den Stollen Camino, der als einziger noch zugänglich ist. Danach zum Pyrit-Arsenkies-Vorkommen und auch über die Fuorcla Minor, wo man eine aussergewöhnliche Aussicht geniessen kann. Auch die zwei Stollenbezirke und die Erzschmelze Fuorn d’Plattas aus dem Jahre 1458 gehören zu den Haltepunkten.
- Antimonit

GR :  Bernina, Val Minor, Fuorcla Minor, Lej Minor, Minieras, Piz dals Lejs (Grat), Piz Plateo;(Erzabbau), ca. 2400 MüM
Die Vererzung im Val Minor besteht aus zwei mineralogisch unterschiedlichen Typen:
1. Vererzung bestend aus Arsenkies (Arsenopyrit), Pyrit und selten auch aus Boulangerit. Zu finden ist diese Vererzung als ca. 15 Meter mächtige Zone auf der Kuppe der Fuorcla Minor. Die Zone zieht sich weiter gegen den SE Grat des Piz dals Lejs (früher Piz Plateo). Die besten Aufschlüsse befinden sich nördlich des kleinen Seeleins östlich der Fuorcla Minor (Koordinaten: 800.0 / 145.4) und auf ca. 2480 MüM am SE-Grat des Piz dals Lejs  (Koordinaten: 800.1 / 145.8). Weiter kommt diese Zone am Südhang des Piz dals Lejs auf ca. 2600 MüM und zuhinterst im Hauptstollen über dem Lej Minor auf ca. 2500 MüM vor.
2. In der Umgebung des 2. Types befinden sich zahlreich alte Stollen. Die Erze bestehen aus Bleiglanz (Galenit), Zinkblende (Sphalerit), Pyrit, Kupferkies (Chalkopyrit) und Freibergit und treten in Quarzknauern von einigen cm Durchmesser auf. Zu finden sind diese auf der Südseite des Piz dals Lejs (2500 bis 2560 MüM, Koordinaten: 799.8 / 146.1 bis 800.0 / 145.9). Schöne Stücke dieser Vererzung sind auch auf den Schutthalden nördlich über dem Lej Minor zu finden.
- Arsenopyrit - Boulangerit - Chalkopyrit - Freibergit - Galenit - Pyrit - Sphalerit

GR :  Bernina, Val Minor, Piz del Platteo(SE-Seite);Arsenopyritschurf, ca. 2860 MüM
Am Pit del Platteo im Berninagebiet. Einen Piz del Platteo ist auf der Karte nicht vorhanden. Hingegen ein Gebiet mit der Bezeichnung 'Platteu', welches aber nur an das Val Minor angrenzt. Evtl. ist mit 'Piz del Platteo' der Grat zwischen dem Val Minor und dem Gebiet Platteu gemeint. Die Val Minor-Seite ist auf der Karte mit Minieras eingetragen.
Das Vorkommen, ein schwach vererztes Fahlband, liegt am S-Grat des Pizzo del Platteo. Weitere Spuren von Erz finden sich auf der S-Seite des das Val Minor abschließenden Grates zwischen P. 2434 und P. 2427.
- Antimonit - Arsenopyrit - Galenit - Pyrit - Sphalerit - Stibnit

GR :  Bernina, Val Minor, Val Orsera, Val dell Orsera, Val Agone, La Motta, Piz Plateo (Südwestgrat);(Erzabbau), ca. 2660 MüM
In dem Gneissgebiet zwischen Bellinzona und Lugano finden sich Fahlbänder und Gänge, die vorzugsweise kiesige Erze führen. Im Hintergrunde von Val Minor, östlich der Bernina-Passhöhe, wurden in den flach nach NE fallenden Gneissen, nördlich über dem kleinen See und am Bergkamm gegen das Val Orsera, Fahlbänder von Arsenkies angehauen und ebenso findet sich bei La Motta an der Berninastrasse, am Eingang ins Val Agone, ein quarzitisches 'arsenkieshaltiges Fahlband.
- Arsenopyrit - Pyrit

GR :  Berninapass, Camino (Stollen);(Erzabbau), ca. 2329 MüM
Im Umkreis von einigen Hundert Metern im Gelände südlich der Passhöhe befinden sich verschiedene Schürfstellen und eingestürzte Stollen aus der Bergbauperiode des 12./13. Jh. Der einzige noch zugängliche Stollen befindet sich unmittelbar unterhalb des Endes des Ausstellplatzes, im talseitigen Felsabbruch (Vorsicht, steiles Geländel). Diese Bleierzvorkommen dürften schon lange bekannt gewesen sein, denn ein Pachtvertrag zwischen Egino von Matsch und der Gemeinde Poschiavo vom 28. Mai 1200 verlieh letzterer das Abbaurecht für alle Erze im Puschlav.
- Arsenopyrit - Bleierz - Galenit - Pyrit - Sphalerit

GR :  Berninapass, Eisenbühel, Montell-ferr, Gottberath (Grube, Mine);(Erzabbau), ca. 2300 MüM
1481 ist eine Eisengrube am Eisenbühel oder Montell-ferr mit der Grube Gottberath erwähnt. Es wird angenommen, dass es sich um eine Gruben am Berninapass handeln die zum Teil pyritreich sind und ursprünglich wohl einen eisernen Hut zeigten. Die erwähnten Lokalitäten 'Eisenbühel' und 'Montell-ferr' sind auf der Karte nicht eingezeichnet.
- Eisenerz
 
GR :  Bivio (dt.), Beiva (rätorom.), Julierstrasse (dt.) (Steinbruch), Julia (rätorom.) (Steinbruch), ca. 1800 MüM
Aus einem kleinen Steinbruch an der Julierstrasse oberhalb von Bivio.
- Lizardit

GR :  Bivio (dt.), Stalla, Beiva (rätorom.) (Umgebung), ca. 1770 MüM
In der Umgebung (Strassenbau) von Bivio konnte als Besonderheit Axinit als Gemengteil in kleinen Gängen gefunden werden. Abgetrennt durch einen Epidotsaum erreichen die kurzen, axinithaltigen Gänge eine Mächtigkeit von ungefähr 10 cm. Das Axinitgestein wirkt sehr dekorativ.
- Albit - Axinit - Calcit - Epidot - Quarz

GR :  Bivio (dt.), Stalla, Beiva (rätorom.), Bivio-Schlucht, Valetta da Beiva;(Erzabbau), ca. 1800 MüM
Pentlandit-Vorkommen in Serpentiniten:
a) Koord. 769.60/148.52 (Bivio-Schlucht Valetta da Beiva).
b). Druckstollen, Ausgang Marmorerasee bei Meter 9207.
- Magnetit - Pentlandit

GR :  Bivio (dt.), Stalla, Beiva (rätorom.), Cuolm, Cuolmens, ca. 2200 MüM
Südlich von Bivio gelegen. Es handelt sich hier vermutlich um die Gegend von 'Cuolmens'. 'Cuolm' ist auf der Karte nicht zu finden.
- Aktinolith

GR :  Bivio (dt.), Stalla, Beiva (rätorom.), Prevostgin, Crap Fess;(Erzabbau), ca. 2100 MüM
Fährt man die alte Septimerpassstrasse von Bivio bis zum ersten Boden zu den Häusern von Prevostign (Punkt 1915) hinauf, so erblickt man zur Rechten etwa 200 m höher den Felsen Crap Fess. 150 m südlich davon liegt auf der Kote 2100 eine kleine Vererzung im Serpentinit am tektonischen Kontakt zu den tieferen Grünschiefern der Unteren Platta-Decke. Eine kleine Schutthalde sowie einige quadratmetergrosse Aushöhlungen bezeugen den Versuch eines früheren Abbaues.
- Aktinolith - Antigorit - Chalkopyrit - Goethit - Kluft-Antigorit - Magnetit - Pyrit - Rodingit

GR :  Bravuogn (rätorom.), Bergün (dt.), Albula (Bach), Alvra (rätorom.) (Bach);(Waschgold), ca. 780 MüM
- Gold, gediegen
 
GR :  Bravuogn (rätorom.), Bergün (dt.), Scanfs, S-chanf, Piz Fier, Val Tisch, Tischalp, Minas da Fier;(Erzabbau), ca. 3058 MüM
Das Erz aus dem Val weist einen Eisenanteil von 50 und mehr Prozent auf. Beim Erz handelt es sich um Hämatit in Form von feinblätterigem Eisenglimmer.
Es wird vermutet, dass am Piz Fier um 1405 Bergbautätigkeiten stattfanden.
Zur Minas da Fier gelangt man von Bergün aus wie folgt: Von Bergün aus zum Maiensäss Sagliaz und weiter ins Val Tisch. Nach ca. 2 Stunden stösst man auf den Stall der Alp da Tisch. Hier beginnt das Steigen erneut. Eine Felsbarriere schiebt sich quer durch das Tal. Von der Alp aus führt ein zuerst kaum erkennbarer Weg hinüber zur rechten Talseite. Man gewinnt rasch an Höhe und bemerkt die breiter werdende Spur. Nach der Felsbarriere geht es weniger steil dem Seelein von Saglients entgegen. Auf der rechten Talseite führen verschüttete und überwachsene Wegspuren in die Flanke der Tschima da Tisch hinauf. Diesen Spuren folgend gelangt man in einem steilen Anstieg zu den verschiedenen eingestürzten Stollenmundlöchern. Der Ausbiss der Erzzone im Val Tisch ist auf 100 Meter Länge und 40 Meter Breite zu beobachten. Die Erzführung ist jedoch sehr gering.
- Eisenerz - Hämatit

GR :  Bravuogn (rätorom.), Bergün (dt.), Val Plazbi;(Erzabbau), ca. 2000 MüM
Ein historischer Abbau oder Abbauversuch im Val Plazbi geht zurück bis ins 16 Jh.
Um zu den Sideritvorkommen auf Murtel da Fier im Val Plazbi zu gelangen, wendet man sich  von Bergün aus zuerst ins Val Tuors und hierauf in dessen Seitental Val Plazbi. Bis zu den Alphütten des letztgenannten Tales besteht ein fahrbarer Weg. Von hier benützt man einen nach der linken Talseite abzweigenden Fussweg, der nach Murtel da Fier, einem südlich Murtel da Lei befindlichen Kar, führt. Von Bergün aus braucht ein Fussgänger für den Aufstieg zu diesem 2500 MüM. gelegenen Punkt ca. 4 Stunden.
- Eisenerz - Hämatit - Siderit
 
GR :  Brienz (dt.), Brinzauls (rätor.), Alvaneu-Bad, Alvaneubad, Alvaschein (dt.), Alvaschagn (rätor.), Alvaneu (dt.), Alvagni (rätor.), St. Paulus (Mine), St. Maria (Mine), St. Johann (Mine);(Erzabbau), ca. 1180 MüM
Aus dem Gebiet Alvaneu-Bad und Brienz erwähnt Christian Gadmer (Bergrichter 1588-1618) folgende Stollen: - oberhalb Brienz: 'St. Paulus', 'St. Maria', Koordinaten Brienz: 765.060 / 170.900, 1160 MüM. - Ausserhalb Alvaneu-Bad beim Kalkofen: 'St. Johann': Koordinaten Alvaneu-Bad: 768.970 / 170.940, 960 MüM.
Verschiedene dieser Gruben sind bis heute (Stand 1980) nicht wieder gefunden worden. Die von Christian Gadmer 1588 erwähnte Grube 'St. Johann' konnte nach langem Suchen in den Jahren um 1980 gefunden werden. Der Stollen erreichte eine Tiefe von 40 Metern, abgebaut wurde Bleiglanz (Galenit).
- Galenit

GR_UR :  Brunnigletscher, Brunnigrätli, Schwarzstöckli, Cavardiras, ca. 2720 MüM
Fund in der Gegend oberhalb der Cavardirashütte, vom Brunnigletscher in Richtung Schwarzstöckli und einer Kette zwischen dem Brunnigrätli über den Piz Acletta zum Piz Ault.
- Calcit - Fluorit - Gwindel - Quarz - Rauchquarz

GR :  Bündner Oberland, Rueun (Druckstollen), ca. 800 MüM
- Albit - Anatas - Calcit - Chlorit - Dolomit - Epidot - Hämatit - Pyrit - Quarz

GR :  Bündner Tödi (Südseite), Val Puntaiglas;(Kupfererzabbau), ca. 2311 MüM
Im Val Puntaiglas, auf der Südseite des Tödi, enthält ein Diorit Linsen von Erzen, die als ursprüngliche magmatische, pneumatolytische Ausscheidungen aufzufassen sind. Die mit Silikaten (Turmalin, Hornblende, Epidot etc.) eng verwachsenen Erze sind Kupferkies, Pyrit, Magnetit, Hämatit und deren Zersetzungsprodukte Malachit, Cuprit und Brauneisen. Die Gruben von Puntaiglas wurden zuletzt 1845 ausgebeutet.
- Brauneisen - Chalkopyrit - Cuprit - Hämatit - Magnetit - Malachit - Pyrit

GR :  Calanda, ca. 2000 MüM
Verschiedene Mineralien wie Zinckenit und Robinsonit sind aus der Gegen um Calanda beschrieben worden, teils mit unterschiedlichen Angaben. Ob es sich um dieselbe Fundstelle handelt ist nicht ganz klar. Weitere beschriebene Fundorte: - Calanda, Felsberg, Chlitobel - Calanda, Felsberg, Lascheintobel - Calanda, Taminser Calanda, Felsberger Calanda.
- Adular - Albit - Anatas - Apatit - Aragonit - Arsenopyrit - Azurit - Baryt - Bindheimit - Blauquarz - Boulangerit - Brochantit - Brookit - Calcit - Cerussit - Chalkopyrit - Chlorit - Dolomit - Epidot - Fahlerz - Fluorit - Galenit - Goethit - Gold, gediegen - Hämatit - Japaner-Zwilling - Limonit - Malachit - Mimetesit - Muskovit - Pyrit - Quarz - Robinsonit - Rozenit - Rutil - Scheelit - Siderit - Sphalerit - Stibiconit - Synchisit - Talk - Tennantit - Titanit - Turmalin - Wulfenit - Zinkenit

GR :  Calanda, Felsberg, Feldsberg  (Steinbruch (westlich)), ca. 560 MüM
- Adular - Albit - Calcit - Chalkopyrit - Chlorit - Dolomit - Epidot - Hämatit - Malachit - Pyrit - Quarz - Titanit

GR :  Calanda, Felsberg, Feldsberg, Chlitobel, ca. 1400 MüM
Nördlich von Felsberg im Malmkalk.
- Bindheimit - Quarz - Zinkenit

GR :  Calanda, Felsberg, Feldsberg, Lascheintobel, Quellentobel, ca. 800 MüM
In der Gegend der ehemaligen Schürfstollen im Röti-Dolomit des Mittleren Trias. Etwas nördlich von Domat/Ems gibt es eine Lokalität Laschein und wenige Meter östlich davon einen Taleinschnitt. Vermutlich handelt es sich dabei um den Lascheintobel
- Calcit - Fluorit - Quarz - Robinsonit - Zinkenit

GR :  Calanda, Felsberg, Feldsberg, Lascheintobel, Quellentobel, Kupfergrüebli, ca. 1270 MüM
Der Fundort liegt in der Region der 'Goldene Sonne'.
- Azurit - Boulangerit - Bournonit - Calcit - Cerussit - Dolomit - Fahlerz - Fluorit - Galenit - Gold, gediegen - Limonit - Malachit - Pyrit - Quarz - Scheelit - Sphalerit - Wulfenit - Zinkenit

GR :  Calanda, Plattenzüg, Tschengels (Grube), Mittlere Grube (Grube), Taminser Grüebli, ca. 1050 MüM
Es handelt sich um die Gegend Taminser- und Felsberger-Calanda. Westlich von Chur und Felsberg gelegen. Das Gebiet am Südfuss des Taminser Calanda steht heute unter Naturschutz. Calanda: nordöstlich der Grube Tschengels.
- Adular - Albit - Apatit - Blauquarz - Calcit - Chalkopyrit - Chlorit - Dolomit - Dravit - Epidot - Fluorit - Hämatit - Malachit - Pyrit - Quarz - Scheelit - Turmalin

GR :  Calanda, Taminser Calanda (Südhang), ca. 2300 MüM
Am Südabhang des Taminser Calanda sind um 1960 sehr ergiebige Quarzklüfte ausgebeutet worden. Diese Vorkommen liegen ausserhalb des zentralalpinen Fundgebietes, scheinen aber dennoch an den kristallinen Untergrund gebunden zu sein, der hier als östlichster Ausläufer des Aarmassivs fensterartig zutage tritt.
- Baryt - Dolomit - Fluorit - Muskovit - Pyrit - Quarz

GR :  Calanda, Taminser Calanda, Felsberger Calanda, ca. 2700 MüM
Aus dieser Gegend werden Quarz mit Zinckenit-Einschlüssen beschrieben. Ganz zuunterst am Fluss des Taminser Calandas treten Grüngesteine auf, darüber liegt der Rötidolomit. Der Fund stammt aus keiner der beiden Gesteine sondern aus dem relativ mineralarmen Malmkalk, der sich in grösserer Meereshöhe befindet.
- Quarz - Robinsonit - Stibiconit - Zinkenit

GR :  Calanda, Taminser Calanda, Sarazass (Steinbruch), ca. 580 MüM
- Adular - Albit - Blauquarz - Chalkopyrit - Chlorit - Dravit - Hämatit - Quarz - Titanit - Turmalin

GR :  Calanda, Taminser Grüebli (oberhalb), ca. 2390 MüM
Oberhalb des Taminser Grüebli im steilen Gelände.
- Dolomit - Fluorit - Quarz

GR :  Calanda, Untervaz, ca. 580 MüM
- Adular - Anatas - Apatit - Calcit - Chlorit - Limonit - Muskovit - Phantomquarz - Quarz

GR :  Castasegna, Dair, Leira, ca. 1890 MüM
In herumliegenden Blöcken bei Leira, oberhalb von Dair (nördlich von Castasegna) gelegen.
- Lazulith - Quarz

GR :  Caverdiras, Caverdiras, Cavreinhütte, Capanna da Cavardiras CAS, ca. 2650 MüM
Bei den Alphütten (Stand 1866).
- Epidot - Quarz

GR :  Celerina (dt.), Schlarigna (rätorom.), ca. 1800 MüM
Nordöstlich von St. Moritz. Von hier wird die aufgeführte seltene Paragenese beschrieben.
- Fluorit - Pyrit - Quarz

GR :  Ceneritunnel, Piz Cengalo, ca. 3390 MüM
- Allanit-(Ce) - Beryll - Biotit - Granat - Hämatit - Molybdänit - Quarz - Turmalin

GR :  Churwalden, ca. 1230 MüM
Auf einem Bündnerschieferblock.
- Albit - Calcit

GR :  Curaglia (Stollen Curaglia - Surrein), Surrein (Stollen Curaglia - Surrein), ca. 1310 MüM
Beim Vortrieb des Stollens Curaglia - Surrein ist erstmals Arsenopyrit aus einer Kluft geborgen worden. Es sollen Kristalle bis 2 cm zum Vorschein gekommen sein.
- Arsenopyrit

GR :  Dair, Valun dal Luver, ca. 1610 MüM
Im Gneis des Valun dal Luver bei Dair.
- Adular - Chlorit - Periklin - Quarz - Titanit

GR :  Davos (Seestrasse), ca. 1500 MüM
An der Seestrasse bei Davos aus einigen Klüften.
- Chabasit - Stilbit

GR :  Davos, Kühalphorn, Chüealphorn, ca. 3077 MüM
Evtl. gleicher Fundort wie Davos, Pischahorn.
- Andalusit

GR :  Davos, Pischahorn, ca. 2980 MüM
Oestlich von Davos gelegen.
- Andalusit - Kyanit

GR :  Davos, Schmelzboden, ca. 1340 MüM
Aus einer schwachen Malachit-Azurit-Vererzung. Am Abhang des Silberberges, südlich der Station Schmelzboden, zwischen dem P. 1325.6 und dem alten Grubenweg, erhebt sich auf der W-Seite einer Erosionsrinne ein kleiner Felskopf (1450 MüM.). An dessen Ostfuß treten im anisischen Dolomit, durch ein Schürfloch bezeichnet, Spuren von Malachit und Azurit ohne Begleitung weiterer Erze auf.
- Azurit - Malachit

GR :  Davos, Sertig, ca. 2040 MüM
Südlich von Davos.
- Chalkopyrit

GR :  Davos, Sertig, Sertigtal, Mittagshorn, Jöri Jegersch Nase, Tälihorn, Tällihorn, Tällifurka, St. Jakob (Mine), St. Jacob (Mine), in den Schüpfen, auf den Platten; St. Johann (Mine), Zu unser Frauen (Mine), St. Christoph (Mine), in der Sartiger Enge, Sertyger Enge;(Erzabbau), ca. 2683 MüM
Koordinaten der Gruben St. Jakob und St. Johann:
- E785.300, N175760 auf 2240 MüM
- E785.260, N175770 auf 2250 MüM
Beide am Mittagshorn, resp. nördlich unterhalb der Jöri Jegersch Nase.
- Arsenopyrit - Chalkopyrit - Erz - Fahlerz - Pyrit - Pyrrhotin - Quarz - Sphalerit

GR :  Davos, Spina, Spinnen, Glaris, Ruobentobel, Ruoben Tobel, Riedern, St. Marcus, St. Marx, St. Thomas;(Alaungrube), ca. 1500 MüM
Im Grubenverzeichnis von Christian Gadmer, Bergrichter in Davos (von 1588 bis 1618), sind in der Landschaft Davos 34 Gruben aufgeführt. Als Nummer 21 ist die Grube St. Marcus, eine Alaun- Kiesgrube im Ruobentobel in den Riedern vermerkt (" In der Spinnen (Spina): ein Alaun Khüssgruob im Ruoben Tobel: St. Marx" und  "In den Riedern: St. Thomas"). Im Verzeichnis von Bergrichter Gadmer sind selten Angaben über die Art der Vererzung der verschiedenen Gruben zu finden. Umso mehr erstaunt es, dass in der Spina das Vorkommen von Alaun- Gestein in den Riedern besonders vermerkt ist. In dieser Gegend soll sich auch die Fassung der Schwefelquelle des Spinabades befunden haben, die heute nicht mehr entdeckt werden konnte. Da die Alaun-Grube St. Marcus bis heute noch nicht lokalisiert werden konnte, steht auch nicht fest, was für ein Mineral zur Gewinnung des Alauns verwendet wurde.
- Alaun

GR :  Davos, Totalp, ca. 2050 MüM
Aus dem Serpentinit-Komplex aus kalksilikatfelsähnlichen Adern des Ophicalcits.
- Ceylonit - Chrysotil - Hydro-Andradit - Kupfer, gediegen - Lizardit - Magnetit - Pentlandit - Picotit - Vesuvian

GR :  Davos, Totalp-Parsenn, Parsenn, ca. 2000 MüM
Die Totalp liegt etwas südlicher als Parsenn.
- Andradit - Awaruit - Diopsid - Klinochlor - Magnetit

GR :  Davos, Weissfluhjoch, ca. 2680 MüM
Nordwestlich von Davos liegend und mit der Bergbahn erreichbar.
- Chromit - Picotit

GR :  Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Alp Run, ca. 2200 MüM
Die Alp liegt nördlich von Disentis. Funde wurden beim Bau des Waldweges zu dieser Alp gemacht.
- Adular - Albit - Chlorit - Hämatit - Milarit - Pyrit - Quarz - Titanit

GR :  Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Alp Soliva, Bova Gronda, ca. 1500 MüM
Es handelt sich hier um ein kleines Tal, welches sich südöstlich von Disentis gegen die Alp Soliva hinzieht.
- Albit - Anatas - Antimonit - Boulangerit - Calcit - Cerussit - Jamesonit - Monazit - Quarz - Rutil

GR :  Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Caischavedra, ca. 1600 MüM
Um Disentis gibt es zwei Lokalitäten 'Caischavedra'.
1) Koordinaten: 705.26 / 173.36 und
2) Koordinaten: 711.45 / 173.36
Es kann nicht gesagt werden um welche der beiden Lokalitäten es sich handelt.
- Talk

GR :  Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Disla, ca. 1040 MüM
In einem alten Steinbruch (an der Strasse) etwas nördlich von Disla sind wenige Mineralien zu Tage gekommen.
- Quarz - Rutil

GR :  Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Faltscharidas, ca. 1070 MüM
Etwas nördlich von Disentis liegt dieser kleine Ort. Nördlich davon steht ein Rutilaplit an.
- Quarz - Rutil

GR :  Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Lukmanierschlucht I;(Waschgold), ca. 1300 MüM
In alpinen Zerrklüften dieser Region (1) aber auch im Sericitschiefer des Tavetscher-Zwischenmassivs (2). Die bekannten  Goldfunde aus der Region Disentis (Nuggets von 123.18 und 48.73 gr) wurden auf ihre Echtheit von Dr. Beda A. Hofmann, Konservator der Abteilung Erdwissenschaften am Naturhistorischen Museum in Bern, eingehend untersucht und als echt, das heisst aus dieser Region, befunden.
- Gold, gediegen - Pyrit - Quarz - Siderit - Smithsonit - Sphalerit

GR :  Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Lukmanierschlucht II, ca. 1300 MüM
1). Kleine Klüftchen erwähnt P.Eggenberger ca. 2.5 km von Disentis, 50-60 Meter oberhalb der Lukmanierstrasse im Sericitschiefer. Weiteres Material stammt aus den verwitterten Felspartien der Schlucht.
2). Burkard erwähnt Baryt von der Lukmanierschlucht ohne genauere Angaben zu machen.
- Albit - Apatit - Aragonit - Arsenopyrit - Baryt - Calcit - Chalkopyrit - Fibroferrit - Pyrit - Quarz - Rutil - Römerit - Sphalerit

GR :  Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Mompé Medel, Mompe Medel, Lukmanierstrasse, ca. 1100 MüM
Gute Fundmöglichkeiten bestehen in der Gegend der Lukmanier-Strassentunnel, unterhalb der Ortschaft Mompé Medel. Z.B. 172 Meter ab Ostportal.
- Albit - Anatas - Ankerit - Apatit - Aragonit - Calcit - Dolomit - Ferro-Magnesit - Pyrit - Quarz - Rutil - Siderit - Talk - Turmalin

GR :  Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Mompé Medel, Mompe Medel, Ragisch, ca. 1300 MüM
In der Nähe des Dorfes Ragisch, im Talkgestein (Spargelstein, im Magnesit-Dolomitgestein WNW von Mompé Medel (Annabergit).
- Annabergit - Apatit - Dolomit - Ferro-Magnesit

GR :  Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Mompé Medel, Mompe Medel, Ragisch, Sontga Gada (Kapelle), Unter Segnes;(Talksteinabbau), ca. 1180 MüM
Im tiefen Einschnitt des Quertalstückes bei Ragisch setzt der Haupttalsteinzug über den Vorderrhein. Auf seiner Westseite befindet sich eine verlassene Ofensteingrube, ghenannt 'Unter Segnes'. Grünes Chlorit-Serpentingestein, reich an weissen und roten Adern von Quarz und Karbonaten und von grobschuppigem, eisblaugrünem Talk.
- Lavezstein - Magnetit - Pyrit - Talk

GR :  Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Mompé Medel, Mompe Medel, Scaleglia, Ragisch, Crusch, Sontga Gada, ca. 1150 MüM
Bekannt sind Vorkommen aus den Felshängen zwischen Ragisch (östlich) und Crusch.
- Adular - Anatas - Apatit - Brookit - Calcit - Chlorit - Dolomit - Ilmenit - Limonit - Magnetit - Pyrit - Quarz - Rutil - Serpentin - Siderit - Talk

GR :  Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Mompé Medel, Ragisch, ca. 1250 MüM
Westlich des Punktes 1250, oben im Felsanriss und nordwestlich weiter unten, nahe am Vorderrhein.
- Chlorit - Dolomit - Ferro-Magnesit - Quarz

GR :  Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Muota Cavrein, ca. 2530 MüM
In den Felspartien um den Muota Cavrein.
- Anatas - Brookit - Chlorit - Ilmenit - Monazit - Quarz - Rauchquarz

GR :  Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Piz Acletta (Südfuss), ca. 2400 MüM
Aus einem recht steilen Couloir am Fusse des Piz Aclettas.
- Chlorit - Gwindel - Rauchquarz

GR :  Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Plaun Mistral, ca. 1210 MüM
- Talk

GR :  Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Sedrun, Rein Anteriur, ca. 1200 MüM
Aus dem Geröll der steilen Uferböschung zwischen Disentis und Sedrun.
- Gold, gediegen
 
GR :  Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Sedrun, Segnes, Segnas, Oberalpstrasse, ca. 1400 MüM
An der Oberalpstrasse konnten 1976 anlässlich einer Strassenverbreiterung 1976, in der Strassenkurve südlich von Segnas gediegenes Gold mit Quarz und Siderit aus einer Pyrit-Goldader gefunden werden.
- Boulangerit - Eisendolomit - Galenit - Gold, gediegen - Pyrit - Quarz - Siderit - Sphalerit

GR :  Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Segnes, Segnas, ca. 1330 MüM
In der Nähe dieser Ortschaft.
- Quarz - Szmikit

GR :  Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Segnes, Segnas, Val da Cuoz, ca. 1200 MüM
Oestlich von Segnes, an einem lokal so benannten Bacheinschnitt.
- Dolomit - Pyrit - Quarz - Siderit

GR :  Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Sontga Gada, Sant'Agata, Sontg Geda, ca. 1180 MüM
Diese Kapelle liegt ein Kilometer südlich von Disentis. Hier in der Umgebung.
- Adular - Anatas - Apatit - Brookit - Calcit - Chlorit - Ilmenit - Limonit - Magnetit - Pyrit - Quarz - Rutil - Serpentin - Siderit - Talk

GR :  Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Uldauna, ca. 1530 MüM
- Talk

GR :  Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Cavrein, ca. 1880 MüM
Eine nähere Fundortbezeichnung fehlt. Es dürfte sich aber um die felsigen Talseiten handeln.
- Fadenquarz

GR :  Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Cavrein, Alp Cavrein, ca. 1850 MüM
In der Umgebung dieser Alp in den Felsen.
- Adular - Albit - Amianth - Anatas - Andalusit - Apatit - Brookit - Calcit - Chlorit - Epidot - Ilmenit - Prehnit - Pyrit - Quarz - Rutil

GR :  Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Cavrein, Cuolmet (am Fusse), ca. 2000 MüM
Das Tal liegt einige Kilometer nördlich von Disentis, beginnt bei der Alp Cavrein und erstreckt sich bis zum Gross Düssi. Die Fundstelle liegt am Fusse des am Taleingang gelegenen Piz Cuolmet.
- Amianth - Anatas - Epidot - Prehnit - Quarz

GR :  Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Cavrein, Piz Cuolmet, ca. 2720 MüM
Am Taleingang des Val Cavrein liegt nördlich der Piz Cuolmet.
- Apatit

GR :  Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Cavrein, Val Pintga, Alp Sura, ca. 1800 MüM
Oberhalb der Alp Sura auf ca. 1800 MüM.
- Adular - Amianth - Epidot - Quarz - Rauchquarz - Scheelit - Titanit

GR :  Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Gronda da Cavrein, ca. 1900 MüM
- Brookit - Epidot

GR :  Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Gronda da Cavrein - Piz Coulmet, Piz Coulmet, ca. 2303 MüM
In der Region zwischen diesen beiden Orten.
- Epidot

GR :  Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Gurnera, Fuorcla Paradies, ca. 2600 MüM
- Talk

GR :  Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Gurnera, Piz Alpetta, Val Aulta, ca. 2400 MüM
- Talk

GR :  Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Gurnera, Piz Alpetta-Grat, ca. 2840 MüM
- Talk

GR :  Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Lumpegna, Stalusabrücke, ca. 1600 MüM
Dieses kleine Tal zieht sich ca. 2 km östlich von Disentis gegen Norden hin. Eine Fundstelle wird bei der 'Stalusabrücke' erwähnt.
- Fluorit - Quarz - Rutil

GR :  Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Medel, Las Ruinas, ca. 1300 MüM
Die Ruinas befinden sich am Taleingang gegenüber von Mompé Medel. Es werden 3 Ruinas unterschieden.
- Albit - Apatit - Aragonit - Baryt - Calcit - Galenit - Gold, gediegen - Pyrit - Quarz - Rutil - Siderit - Sphalerit - Stibnit - Turmalin

GR :  Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Medel, Platta, Drual, ca. 1450 MüM
Im unteren Val Medel, ca. 1.8 km südlich von Curaglia. Bei der Ortschaft Drual liegt nach Osten das kleine, mineralienreiche Tal. Funde sind auch beim Bau der Strasse nach Drual, westlich der Brücke über den Rhein, getätigt worden.
- Adular - Anatas - Arsenopyrit - Brookit - Chlorit - Galenit - Goethit - Ilmenit - Monazit - Muskovit - Quarz - Rutil

GR :  Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Medel, Val Gronda, ca. 1450 MüM
Dieses Tal, gegenüber Mompe Medel liegend, weist gute und zahlreiche Fundstellen auf und ist schon seit langer Zeit sehr produktiv.
- Albit - Antimonit - Apatit - Aragonit - Calcit - Gold, gediegen - Pyrit - Quarz - Rutil - Siderit - Sphalerit - Turmalin

GR :  Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Medel, Val Gronda, Grepalv, ca. 1440 MüM
Es handelt sich hier um einen markanten Felskopf etwas nördlich des Val Gronda.
- Albit - Apatit - Aragonit - Calcit - Quarz - Rutil - Siderit - Turmalin

GR :  Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Russein, ca. 1801 MüM
Die Fundortangabe lautet lediglich 'Val Russein'.
- Adular - Amianth - Anatas - Brookit - Calcit - Epidot - Phantomquarz - Quarz - Rutil - Sagenit

GR :  Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Russein, Alp Alpetta, ca. 2050 MüM
Es dürfte sich um die Westseite, südöstlich unterhalb des Piz Alpetta, des unteren Val Russein handeln.
- Fluorit - Quarz

GR :  Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Russein, Barcuns Dadens, Barcuns Dadein, Ruseintobel, Russeintobel, ca. 1370 MüM
Ca. 2 km nördlich ab der Hauptstrasse trifft man auf dieses, im unteren Val Russein auf der rechten Talseite liegende Gebiet, welches wegen der schönen Epidotfunde Bekanntheit erlangte;
1) Barcuns: hier aus mehreren Zerrklüften;
2) Barcuns Dadein (weiter nördlich gelegen);
3) südlich von Barcuns.
- Chabasit - Chlorit - Epidot - Heulandit - Quarz - Rutil - Stilbit - Titanit

GR :  Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Russein, Crap Ner, ca. 2100 MüM
- Epidot - Quarz

GR :  Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Russein, Russeinbrücke (Hauptstrasse), Roseinbrücke, Roseintobel, ca. 1030 MüM
Das Tal liegt auf halbem Weg zwischen Somvix und Disentis und zieht sich gegen Norden. Funde sind beim Bau der Strasse (Brücke) unweit der Einmündung in den Rhein gemacht worden.
- Albit - Anatas - Apatit - Calcit - Chlorit - Epidot - Fluorit - Quarz - Rauchquarz - Titanit

GR :  Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Sogn Placi (Ostseite), Val Sogm Plasi (Ostseite), Val Sogm Plazi (Ostseite), ca. 1500 MüM
- Hämatit - Rutil

GR :  Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val Sogn Placi, Val Sogn Plazi, Val Sogm Plasi, Scalinada Pintga, ca. 1850 MüM
Tal nördlich von Disentis. Die Funde stammen aus der Kontaktzone (östlicher Aaregranit) der Westseite, ca. bei der Talmitte. Unweit der Lokalität Scalinada Pintga (Grossular).
- Chabasit - Grossular - Quarz - Skolezit - Stilbit - Topazolit

GR :  Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val d'Acletta, Val Acletta, ca. 1850 MüM
Das Tal liegt oberhalb der Ortschaft Acletta (zwischen Sedrun und Disentis).
- Adular - Albit - Calcit - Quarz

GR :  Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val da Begl, ca. 1200 MüM
Südöstlich von Disentis, zwischen dem Rhein und Ragisch.
- Adular - Anatas - Apatit - Limonit - Monazit - Rutil

GR :  Disentis (dt.), Mustér (rätorom.), Val de Cuoz, ca. 1200 MüM
Es handelt sich hier um den Bacheinschnitt westlich von Segnes (bei Disentis) und zwar um den Teil von der Strasse bis zur Einmündung in den Rhein.
- Dolomit - Pyrit - Quarz - Siderit

GR :  Domat (rätorom.), Ems (dt.), Calanda, ca. 2000 MüM
Nördlich von Ems gelegen.
- Arsenopyrit

GR :  Domat-Ems, Felsberg, Feldsberg (Oelstollen), ca. 560 MüM
Oelstollen Domat-Ems - Felsberg. Die Mineralien stammen aus mehrer Klüften dieses Stollens.
- Albit - Asbest - Calcit - Chlorit - Quarz - Turmalin

GR :  Domleschg (dt.), Tumliasca (rätorom.), Erlweggrube
- Albit - Apatit - Aragonit - Galenit - Quarz - Sphalerit

GR :  Domleschg (dt.), Tumliasca (rätorom.), Rothenbrunnen (dt.), Giuvaulta (rätorom.), ca. 625 MüM
- Ankerit - Aragonit

GR :  Domleschg (dt.), Tumliasca (rätorom.), Scheid, Alp Raguta, ca. 1850 MüM
Auf dieser Alp, auf ca. 1850 MüM.
- Quarz

GR :  Domleschg (dt.), Tumliasca (rätorom.), Scheid, Alp Raguta, Dreibündenstein, ca. 2160 MüM
Lokalität ostnordöstlich der Alp Raguta.
 - Baryt - Quarz

GR :  Domleschg (dt.), Tumliasca (rätorom.), Stätzer Horn (Westseite), Val d'Almen, ca. 1200 MüM
Im Bündnerschiefer.
- Calcit

GR :  Domleschg (dt.), Tumliasca (rätorom.), Stätzer Horn (Westseite), Val da Dusch, ca. 1360 MüM
Im Bündnerschiefer.
- Calcit

GR :  Einshorn;(Kohleabbau), ca. 2800 MüM
- Anthrazit - Steinkohle

GL_GR :  Elm, Hausstock, ca. 3150 MüM
In den Kalken des Hausstockes.
- Fadenquarz - Quarz
  
GR :  Engiadin'Ota (rätorom.), Oberengadin (dt.), Chastelets(Chastellets)-Furtschellas-Lei Sgrischus, Furtschellas, Lei Sgrischus, ca. 3450 MüM
Am Nordwesthang des Piz Corvatsch in mit Grüngestein verknüpften Radiolariten. Die Angaben sind nachvollziehbar, liegt doch der Lei Sgrischus südwestlich des Piz Corvatsch während die Funde aus dem Nordwesthang des Berges angegeben werden.
- Aegirinaugit - Braunit - Calcit - Mangan-Diopsid - Parsettensit - Pyroxmangit - Quarz - Rhodochrosit - Rhodonit - Spessartin - Tephroit

GR :  Engiadin'Ota (rätorom.), Oberengadin (dt.), Madulain, Piz Kesch, ca. 3400 MüM
Besonders in quarzführenden Linsen und Knauer, die an Paragneise und Mischgneise gebunden sind.
- Andalusit - Kyanit - Muskovit - Quarz

GR :  Engiadin'Ota (rätorom.), Oberengadin (dt.), Maloja, Blaunca, ca. 2030 MüM
Nordöstlich von Maloja, auf den Bruchflächen der vererzten Serpentiniten.
- Chalkanthit - Epsomit - Melanterit - Rozenit

GR :  Engiadin'Ota (rätorom.), Oberengadin (dt.), Segl (rätorom.), Sils (dt.), Sej, Furtschellas, ca. 2900 MüM
In Manganvererzungen. Erwähnt wird als Fundort lediglich Furschellas.
- Aegirin-Augit - Albit - Alleghanyit - Ardennit - Erythrit - Friedelit - Galaxit - Parsettensit - Pyrosmalith-(Mn) - Pyroxmangit - Quarz - Rhodochrosit - Rhodonit - Sonolith - Spessartin - Tephroit - Todorokit

GR :  Engiadin'Ota (rätorom.), Oberengadin (dt.), Segl (rätorom.), Sils (dt.), Sej, Furtschellas, Prasüra, Chastelet, ca. 2760 MüM
Von der Bergbahnstation der Furtschellasbahn dem steilen Weg bei Prasüra entlang bis zur Ebene bei den kleinen Seen (Jejins), nördlich von Chinderen. Dort weiter bis zur Rabgiusa und dann steil hoch zu den Chastelets. Dort befindet sich eine erst 1987 entdeckte Manganlinse.
- Rhodonit

GR :  Engiadin'Ota (rätorom.), Oberengadin (dt.), Segl (rätorom.), Sils (dt.), Sej, Furtschellas, Rabiusa, ca. 2932 MüM
Ab der Bergstation ca. 2 Std. Marschzeit bis zur Fundstelle.
- Mangano-Calcit - Rhodonit - Spessartin - Tephroit

GR :  Engiadin'Ota (rätorom.), Oberengadin (dt.), Segl (rätorom.), Sils (dt.), Sej, Sils-Baselgia, Knappenstollen;(Erzabbau), ca. 1800 MüM
Anlässlich von Bau- und Sicherungsarbeiten an der Strasse St.Moritz-Maloja wurden bei Sils-Baselgia im Spätherbst 1978 alte Bergwerksstollen entdeckt.
Abgebaut wurden silberhaltiger Bleiglanz und Zinkblende.
- Galenit - Sphalerit

GR :  Engiadin'Ota (rätorom.), Oberengadin (dt.), Val Fedoz, ca. 2000 MüM
Im Talkgestein.
- Apatit - Talk

GR :  Engiadin'Ota (rätorom.), Oberengadin (dt.), Val Fedoz (vorderes), ca. 2000 MüM
- Barroisit - Magnesiohornblende

GR :  Engiadina (rätorom.), Engadin (dt.)
Mit dieser sehr unpräzisen Angabe wird auf einen schweizerischen Erstfund von Duftit verwiesen.
- Azurit - Duftit - Goethit - Malachit - Olivenit

GR :  Engiadina (rätorom.), Engadin (dt.), Sils Maria, Alp Prasüra, Alp Pasüra, Plaz d’Uert , Resiga, Margun ;(Asbestabbau), ca. 1950 MüM
In den Serpentinen östlich dieses Ortes in zahlreichen Klüften. Asbest wurde auch aus dem Bergsturzmaterial gewonnen und technisch weiter verwendet.
Von Alp Pasüra , Punkt 1960, 1,1 km und vom Strassengabelungspunkt (1801) 1,75 km entfernt, soll an dem die Alp Motta begrenzenden Felsgrat Asbest im Anstehenden vorkommen.
- Asbest - Calcit - Chrysotilasbest

GR :  Engiadina (rätorom.), Engadin (dt.), Sils Maria, Alp Prasüra, Prugnieu, Marmoré, ca. 1950 MüM
Auf dem Weg von Sils Maria nach der Alp Prasüra - Prugnieu - Marmoré.
- Amianth - Quarz - Zepterquarz

GR :  Engiadina (rätorom.), Engadin (dt.), Sils Maria, Alp la Motta, ca. 2100 MüM
In den Serpentinen östlich dieses Ortes in zahlreichen Klüften. Der Asbestbergbau wird in der Schweiz seit den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts (1870) betrieben. Die zuerst ausgebeutete Grube war diejenige von Alp Mott a bei Sils-Maria, deren Betrieb jedoch im Jahre 1872 wieder einging.  
- Asbest

GR :  Engiadina bassa (rätorom.), Unterengadin (dt.), Ardez (rätorom.), Steinsberg (dt.), Piz Cotschen, ca. 3030 MüM
Am nördlichen Gipfel dieses nördlich von Ardez gelegenen Berges.
- Muskovit - Turmalin

GR :  Engiadina bassa (rätorom.), Unterengadin (dt.), Lavin;(Eisen-Kupfererzabbau), ca. 1442 MüM
In den Gneissen bei Lavin im Unterengadin finden sich Einlagerungen von Kupferkies und Pyrit.
Das Vorkommen liegt hart am Wege, der von Lavin über Prasüras nach Süs führt, im Wald östlich des Baches des Lavinier Savaidas, 1450 MüM. Das Nebengestein ist ein dem Silvrettakristallin angehörender Para-Biotitgneis. Südlich über dem Vorkommen geht er in Zweiglimmergneis über, wenig höher steht Amphibolit, der aus gewöhnlicher Hornblende, Epidot, Andesin und etwas Apatit besteht, an.
- Chalkopyrit - Covellin - Galenit - Pyrit - Sphalerit

GR :  Engiadina bassa (rätorom.), Unterengadin (dt.), Martina, Alp Tea, ca. 2400 MüM
Nordwestlich von Martina.
- Ferromagnesiokarpholith

GR :  Engiadina bassa (rätorom.), Unterengadin (dt.), Piz Mundin, ca. 3120 MüM
Nördlich, südlich und westlich des Piz Mundin in den Metapeliten der penninischen Bündnerschiefer.
- Magnesiokarpholith

GR :  Engiadina bassa (rätorom.), Unterengadin (dt.), Ramosch, Val d'Assa, Munt Rusenna, ca. 2500 MüM
- Realgar

GR :  Engiadina bassa (rätorom.), Unterengadin (dt.), Raschvella, ca. 1150 MüM
Zwischen Ramosch und Strada, gegenüber von Seraplana, gelegen.
- Andalusit

GR :  Engiadina bassa (rätorom.), Unterengadin (dt.), Tarasp, ca. 1400 MüM
In den Serpentinmassen.
Realgar wurde anlässlich einer Fundamentgrabung beim Kurhaus Tarasp gefunden. Koordinaten: 816.570 / 185.970, 1190 MüM.
- Aragonit - Dolomit - Realgar

GR :  Engiadina bassa (rätorom.), Unterengadin (dt.), Val Sinestra, Alp Pradatsch, ca. 2070 MüM
Die im Unterengadin eher seltenen Bergkristalle bilden in den Seitentälern des Val Sinestra eine Ausnahme. Ein Realgarfund ist aus dem Val Sinestra bekannt.
- Calcit - Quarz - Realgar

GR :  Engiadina bassa (rätorom.), Unterengadin (dt.), Zernez, Val Sursura, ca. 2000 MüM
Nordwestlich von Zernez gelegen.
- Hypersthen

GR :  Engiadina bassa(rätorom.), Unterengadin(dt.),S-charl, Scarl, Schiarl, Val dal Poch, Val del Poch, Unter Madlein, Untermadlein, Ober Madlein(Stoll.), Obermadlein, Mot Madlain, Mot Foraz, Alp Mingèr dadaint, Fridlis Ort(Stollen), Untere Biene, Unterbinnen, Obere Biene, Val Sesvenna,P. Madlein, Piz d'Imez, Alp Sesvenna, Val Cristannes, Furcla Cornet, Cristannesgl.,Cristannesbach,Marangun Sesvenna, Piz Cornet,Val Cristannes(unt.),Cornet, Obern Biene, Johannesstoll., Johanneszech, Zängerlis Revierstoll., Cuogn Nair;Erzabbau, ca. 2430 MüM
Eine Lokalität gleich westlich unterhalb des Gipfels wird mit 'Las Minieras' bezeichnet. Um 1824 hatte der Abbau auf Blei eine gewisse Bedeutung in dieser Gegend. Die zerstreuten Vorkommen liegen im Dolomit und im Muschelkalk der Trias. Die wichtigsten Gruben liegen am Mot Madlin.
Die Gruben auf Ober Madlain bilden mit über 30 Stolleneingängen auf ca. 2150 MüM ein komplexes Netz von Förderstollen und Abbaugebieten. Es ist mit Abstand das ausgedehnteste Stollensystem in der Umgebung. Die Mehrheit dieser Stollen wurden schon im Mittelalter angelegt.
Die gesamte Ausdehnung der Gruben auf Ober Madlain wird auf ca. 10 km geschätzt. Da die Stollen hauptsächlich durch Schrämen
(mit Hammer und Bergeisen von Hand) erstellt wurden, muss angenommen werden, dass im Mittelalter der Abbau über mehrere Jahrhunderte erfolgte.
 
Mot Foraz: SE der Alp Mingèr dadaint, NNW von P. 2615, am W-Rand einer grossen Runse finden sich Spuren von drei nebeneinander liegenden, verstürzten Stollen mit kleinen, gelblichen anwitternden Halden; daneben Rest einer Hütte (2410 m ü.M.). Behauene Holzstücke, Schlackenstücke deuten auf eine Handschmiede. Das Erz liegt im SW-streichenden, N-fallenden untercarnischen Dolomit.
 
Obermadlein: a) Hauptvorkommen liegt auf der S-Seite des Val del Poch, 2150 m ü.M. Sämtliche Stollen verstürzt.
 
Fridlis Ort: An dem heute noch benützten Teilstück des Strässchens nach Val del Poch befindet sich 1950 m ü.M. ein 18 m langer Stollen. Er durchfährt Geländeschutt in der Richtung S 70° E und erreicht im hintern Teil zerrütteten Dolomit, der von Trümmern brauner Blende mit etwas Bleiglanz durchzogen ist. Gangarten fehlen.
 
Eine weitere Imprägnation von dunkler Blende mit etwas Bleiglanz findet sich 1980 m ü.M. , nach alten Berichten genannt "Untere Biene" oder "Unterbinnen" . 2080 m ü .M. liegt am selben Weg eine weitere Pinge "Obere Biene".
 
Auf der rechten Seite der tiefen Runse, die sich vom P. Madlein östlich am Mot Madlein vorbei zum Val Sesvenna hinunterzieht, liegt 2260 m ü.M. im zerrütteten Wettersteindolomit eine Imprägnation.
 
Runse südlich Piz d'Imez: Bisher unbekanntes Vorkommen, liegt 2600 m ü.M. auf der S-Seite der grossen Runse, die sich in EW-Richtung südlich am Piz d'Imez vorbei zur Alp Sesvenna hinunterzieht.
 
Val Cristannes: Bisher meist unbekannte Erzgänge. a) Oestlich der Furcla Cornet, 2790 M.ü.M. auf einem Plateau, westlich des Abbruchs zum Cristannesgletscher ein Erzgang im flach NW-fallenden carnischen Dolomit; er streicht N 50° E und ist 180 m horizontaler Entfernung verfolgbar.
 
Der Cristannesbach schneidet 2540 M.ü.M. einen zertrümmerten N 30° W - streichenden Gang der nur auf eine kurze Strecke verfolgbar ist.
 
Auf dem flachen, den unteren Teil des Val Cristannes südlich begrenzenden Rücken, steht SW P. 2421 ein weiterer, NE-streichender, seigerer Gang.
 
Untermadlein: Der Weg Scarl-Val del Poch führt östlich vom Schmelzboden an einem zerfallenen Gemäur vorbei; einige Meter über diesem, 1870 m ü.M., liegt das Vorkommen.
 
Marangun Sesvenna: Das Vorkommen liegt im S-Absturz des P. Cornet, NNW über der Hütte von Marangun Sesvenna. Vom Wege zu dieser Alp erblickt man eine in den Felsen hängende Holzrinne, die dem Abtransport der Erze diente; die darunter liegende Schutthalde ist mit Erzstufen und mit Holzresten durchsetzt.
 
Unteres Val Cristannes: In der Talsohle befindet sich, 2400 m ü.M., wenig südlich vom Bach, im schuttbedeckten Gelände ein braun anwitternder Schutthaufen, aus dem nur wenig Anstehendes hervorragt und welcher das Vorkommen darstellt.
 
Obermadlain. Das Hauptvorkommen liegt auf der S-Seite des Va1 del Poch, 2150 MüM. Im Hintergrund des Tälchens steht der gelbliche Dolomit des untern Camion an, am Südhang folgt der tiefere, zerrüttete WD mit N 60° E-Streichen und steilem NNW-Fallen. Anstehendes Erz ist nirgends mehr auffindbar, da sämtliche Stollen verstürzt sind.
 
Am S-Hang des Val del Poch sind die Reste von neun Stollen erkennbar, die alle auf gleicher Höhe nebeneinander liegen und senkrecht zum Nebengestein gegen SW verlaufen; im hintern Teil des Tales findet sich hart am Bach ein weiterer Stollen und ein letzter in der scharfen Krümmung des Baches auf dessen N-Ufer, der auf 20 m einigen von Zinkblende begleiteten Barytschnüren folgt. In den Legföhren über diesem Stollen ist eine weitere kleine Pinge erkennbar.
 
"Fridlis Ort" An dem heute (1935) noch benützten Teilstück des Sträßchens nach Val del Poch befindet sich, 1950 MüM. ein 18 m langer Stollen. Er durchfährt Gehängeschutt in der Richtung S 70 ° E und erreicht im hintern Teil zerrütteten Dolomit, der von Trümern brauner Blende mit etwas Bleiglanz durchzogen ist. Gangarten fehlen.
 
Val Cristannes In diesem Hochtälchen finden sich verschiedene, bisher meist unbekannte Erzgänge.
- Baryt - Cerussit - Dolomit - Fahlerz - Fluorit - Galenit - Galmei - Greenockit - Hydrozinkit - Jamesonit - Limonit - Malachit - Pyrit - Quarz - Sphalerit

GR_UR :  Etzlital, Chrützlipass, Krützlipass, Kreuzlipass, ca. 2340 MüM
Uebergang vom Etzlital ins Val Strem.
- Amianth - Epidot - Fluorit - Granat - Rauchquarz - Titanit - Turmalin

GR_UR :  Etzlital, Vorder Chrützlistock, Krützlistock, Kreuzlistock, ca. 2700 MüM
Dieser Ort, südlich des Chrützlipasses (Val Strem - Etzlital), teilt sich in den Vorderen Chrützlistock (nördlich) und den Hinterer Chrützlistock (südlich).
- Cerussit - Chabasit - Galenit - Gwindel - Heulandit - Laumontit - Leadhillit - Rauchquarz - Skolezit - Stilbit - Wulfenit

GR_UR :  Etzlital, Vorder Chrützlistock, Krützlistock, Kreuzlistock (nach Ashcroft), Vorderer Chrützlistock, Hinterer Chrützlistock, Müllersmatt, ca. 2700 MüM
Das Fundgebiet liegt in den ersten Felsen oberhalb der steilen Flanken auf der Nord-Nordwestseite des Vorderen Chrützlistocks.
- Chlorit - Heulandit - Rauchquarz

GR_UR :  Fedenalpstock, Fedenstock?, Federälplerstock, ca. 2980 MüM
Vermutlich handelt es sich um den heutigen Fedenstock.
- Adular - Amianth - Apatit - Calcit - Chlorit - Epidot - Quarz - Rauchquarz - Titanit - Zeolithe

GR_UR :  Fellital, Fellinental, Fedenlücke, Federlücke, Aelplilücke, ca. 2850 MüM
Uebergang vom Fellital ins Val Val.
- Adular - Amianth - Apatit - Calcit - Chlorit - Epidot - Gwindel - Hämatit - Quarz - Rauchquarz - Zeolithe

GR_UR :  Fellital, Fellinental, Wyssen, Im Wissen, Wiesenalp, ca. 2960 MüM
- Adular - Amianth - Apatit - Calcit - Chlorit - Epidot - Quarz - Rauchquarz - Titanit - Zeolithe

GR :  Ferrera (rätorom.), Schmitten (dt.), Truns, Tinzen, Bellalunam, Ardon, Plons;(Eisenerzabbau), ca. 1230 MüM
- Eisenerz

GR :  Ferrera (rätorom.), Schmitten (dt.), Wiesen, Teiftobel, Tieftobel, Tieffen Tobel, Schmittner Ausserberg, Schmittner Schaftobel, Raclaunas, Bleiberg, Ramoz, Schmitterbleyberg, zu unser Frauwen, St. Michel,  St. Lucas, St. Luzi, Erzboden, St. Peter, zu Ferdinanden, Johann Fluri, Alberten Hoffnung, St. Christiana, zur heiligen Dreifaltigkeit, St. Helena;(Erzabbau), ca. 1300 MüM
Die  Stollen befinden sich wenige Meter über der Kantonsstrasse Wiesen - Schmitten auf der Westseite des Tieftobels in dem von Trochitendolomit überlagerten Knollendolomit des oberen Anisien. Die Vererzung besteht in einer schwachen Imprägnation der Brekzie mit Malachit und Azurit.
- Eisenerz - Galenit - Jamesonit - Pyrit - Silber - Sphalerit

GR :  Ferrera - Val Niemet (Druckstollen), Valle di Lei - Ferrera, Wasserschloss, ca. 1880 MüM
Beim Auffahren des Druckstollens Valle di Lei-Ferrera stiess man bei 529 und 534 m südlich des Wasserschlosses Innerferrera in den triadischen Dolomitmarmoren auf zwei vererzte Ruschelzonen, die recht hohe radiometrische Anomalien zeigten (max. 650 ur/h).
- Baryt - Bornit - Calcit - Chalkopyrit - Chalkosin - Covellin - Dolomit - Fahlerz - Fuchsit - Galenit - Glimmer - Marmor - Molybdänit - Muskovit - Pyrit - Quarz - Rutil - Sericit - Sphalerit - Tennantit - Uraninit

GR :  Ferrera, Schmitten, Monstein, Silberberg, Bleiberg, Wiesener Schaftäli, Tällibach, Tällitobel, Eisenerzboden, Kuhtäli, Andreasstollen, Bachstollen, Dalvazzerstollen, Geissstol len, Hülfs-, Hütten-, Maximilian-, Neuhoffnung-, Rosalia-, Schaf-, St.Lorenz, St.Michaels-, Tiefen-, Verlorener Stollen, Ferdinand-Grube,Fuxloch, Grosse Tagbauspalte, Langer Michael, Louis Philippe, Guillaume-Mine, Paulsgruob, Schwabentobel, St.Augustin, St.Anna, St.Daniel, St.Georgen, St.Geörgen, St.Mathias, St.Nikolaus, St.Jos, St.Joos, Wassergruoben;(Erzabbau), ca. 1300 MüM
Aus einer ca. 1.5 Meter mächtigen Erzschicht (Trochiten-Dolomit, Trias), welche vor allem in den Jahren 1811 bis 1830 abgebaut wurde. Die Lagerstätte ist - entgegen dem täuschenden Namen - silberarm. Es handelt sich um eine Zn-Pb-Vererzung im Triasdolomit und um eines der ertragreichsten Bergwerke der Schweiz. Es erfolgte vor allem ein Abbau auf Sphalerit. Die erste Abbauphase geht auf das Ende des 15 Jh. (1477) bis Mitte des 17. Jh. (1649) zurück. Im 19 Jh. (1805 - 1846) erfolgte dann eine weitere Phase in der ca. 1000 Tonnen Blei und ebensoviel Zink gewonnen wurde. 1848 wurde der Abbau aufgegeben. Wie auf den Bildern zu sehen ist, handelt es sich beim Silberberg um einen bewaldeten Abhang. Die erzführende Schicht führt vom Wiesener Schaftäli nordostwärts über ca. 1500 Meter bis gegen das Tobel des Mondsteiner Baches. Aufgeschlossen ist die Schicht im Schaftäli anzutreffen.
 
Vermutlich wurde die Lagerstätte bei der grossen Tagbauspalte entdeckt. Noch heute sind hier am Nordwestrand der Spalte Blei-Zink-Trümmer sichtbar.
- Baryt - Blei - Calcit - Cerussit - Galenit - Galmei - Gips - Greenockit - Hemimorphit - Hydrozinkit - Jamesonit - Lithargit - Pyrit - Silber - Smithsonit - Sphalerit

GR :  Fil Tuma, ca. 2600 MüM
Oberhalb des Lai de Tuma, Grat über der Badushütte.
- Gwindel - Quarz

GR :  Filisur (Umgebung), ca. 1030 MüM
Näher wird die Fundstelle leider nicht beschreiben. Aus der Umgebung von Filisur ist auch ein historischer Bergbau mit Aktivitäten von 1617 bis 1833 bekannt.
- Eisenerz - Wulfenit

GR :  Filisur, Albula (Bach), Alvra (rätorom.) (Bach);(Waschgold), ca. 990 MüM
- Gold, gediegen

GR :  Filisur, Bot digl Uors, Bärenbühl, Botta dil Uors, Val Spadlatscha, Tinzenhorn (nördlich);Blei-Zink-Erzabbau, ca. 2120 MüM
In der Felswand der Casanna, südwestlich von Klosters einerseits, auf dem Bärenbühl im Val Spadlatscha nördlich des Tinzenhorns andrerseits enthält der Triasdolomit ebenfalls Nester von silberhaltigem Bleiglanz.
Der Bärenbühl (Botta dil Uors, 2234 MüM) ist eine bewaldete Kuppe südwestlich von Filisur, die den nördlichen Abschluß des vom Tinzenhorn, auf der linken Seite des Val Spadlatscha, nach N ziehenden Höhenzuges bildet. Die Lagerstätte befindet sich nördlich von P. 2234 und südöstlich vom P. 2209,7 (T. A., Bl. 426) auf gleicher Höhe wie letzterer. Reste von frühem Bergbauversuchen, ein noch offenes Schürfloch mit einer Schutthalde davor, einige weitere überwachsene Schürfstellen und die Ruine einer Hütte bezeichnen das Vorkommen.
- Cerussit - Galenit - Hemimorphit - Jamesonit - Pyrit - Smithsonit - Sphalerit - Wulfenit

GR :  Filisur, Foppas, ca. 1400 MüM
Aus den  nördlich abfallenden Felsen von Foppas.
- Malachit

GR :  Filisur, Marienkrone, ca. 1030 MüM
Die steilen, gegen N und NW gerichteten Abstürze des Felskopfes von Foppas westlich Filisur tragen diesen Namen. Das Erzvorkommen befindet sich am Fuße des zwischen P. 1402 und dem Weg Zinols - Foppas liegenden Teil der Felswand. In einer Runse, die sich vom Landwasser zum Fuße dieser Wand hinaufzieht und dort gegen W in eine steile Rinne abbiegt, finden sich etwa 1220 MüM. im Arlbergdolomit schwache Anflüge von Malachit und Azurit,  die durch zwei Stollen markiert sind; primäres Erz fehlt. Weitere Anflüge treten am obern Ende der erwähnten Rinne auf (1250 MüM).
- Azurit - Malachit

GR :  Filisur, Stuls, Stulg, Surmin, Surminer Rüfi, ca. 1230 MüM
Aus einer schwachen Malachit-Azurit-Vererzung. Das Vorkommen befindet sich oberhalb der Bahnlinie Filisur-Stuls in der "Surminer Rüfi" südlich der Cruschetta. Ein erster, durch ein Schürfloch markierter Erzausbiss findet sich in 1230 MüM., in dem hart bis an die Bahnlinie vorspringenden anisischen Dolomit der Curzinsantiklinale (Muchettafalten), weiteres Erz steht am Fusse der Felsen von Surmin (unterhalb P. 1607), durch Schürflöcher und einen Stollen aufgeschlossen, an.
- Azurit - Covellin - Dolomit - Malachit - Smithsonit - Tirolit - Wulfenit

GR :  Flums, Alp Castellan, Alp Castilun, Stralrüfi, ca. 1610 MüM
Oestlich von Flums gelegen. Vermutlich handelt es sich bei dieser Fundortbezeichnung um die Felsen westlich der Stralrüfi. Die Fundstellen befinden sich in den Zementsteinschichten des Portlandien.
- Fensterquarz

GR :  Flüelapass, Fluelapass, God Rusatsch, Süs, ca. 2380 MüM
Zu finden besonders in quarzführenden Linsen und Knauer, die an Paragneise und Mischgneise gebunden sind.
- Andalusit - Kyanit - Muskovit - Quarz

GR :  Fondei, Obersässtäli, ca. 2050 MüM
Das Obersässtäli zieht sich am Fusse des Gaudergrat hoch bis zum Casannapass (2233 m u. M.).  Weiter dem Bach entlang bis in den hinteren Teil des Täli, wo sich eine kleine sumpfige Ebene befindet. Zahlreich liegen hier die vererzten Gerölle herum, zum Teil rostig-rot verwittert. Beim Erz handelt es sich um derben, bleigrau-metallisch-glänzenden Hämatit mit Goethit (gelbbrauner Strich), eingewachsen in dunkelgrünem Peridotit, der zusätzlich das bronzefarbene Mineral Enstatit (Pyroxen-Gruppe) enthält.
- Erz - Goethit - Hämatit

GR_UR :  Fuorcla da Cavardiras, Caverdiras, Caverdiras, ca. 2630 MüM
Uebergang vom Val Cavardiras ins östlichere Brunnital. In einem Gneiszug zwischen der nördlichen und südlichen Granitzone.
- Adular - Calcit - Chlorit - Quarz - Zeolithe

GR :  Gar sotto (am Piz Vial ?)
Gar sotto ist auf der Karte nicht eingetragen.
- Fensterquarz

GR :  Greina, Piz Vial, ca. 3160 MüM
Funde sind vor allem aus der Gipfelregion bekannt geworden.
- Adular - Anatas - Biotit - Chlorit - Limonit - Magnetit - Monazit - Morion - Periklin - Pyrit - Quarz - Rutil - Siderit - Titanit

GR :  Grüsch, Vordere Rüt, Ganey-Bad;(Erzabbau), ca. 1320 MüM
Das Tagebuch 1589-1603 des Davoser Bergrichters Christ.Gadmer (1588-1618), umfasst 93 Gruben.
... "Ein weiterer Stollen befindet sich in Grüsch, etwas westlich der Vorderen Rüti und ist noch 8-10m begehbar. Die Breite beträgt 1.20 bis 1.50 m, die Höhe durchwegs ca. 1.70m. ..."
Auch im Ganey-Bad "zuhinterst im Thal bei Grüsch" wird eine"Gold-Grub" erwähnt, die bearbeitet worden sein soll. Nach Angaben handelt es sich um eine Schwefelquelle. Oberhalb des Bades sollen noch Ueberreste einer Gold-Grub zu sehen sein, die bearbeitet wurde. Wahrscheinlich handelt es sich um eine sulfidische Eisenvererzung.
Das Bad Ganey liegt zwischen Seewis und dem Schesplana in einem Talkessel auf rund 1300 MüM. Erwähnt wird das BadGaney erstmals 1617
- Erz - Pyrit

GR :  Haldensteiner Calanda, Hinter Tal, ca. 2240 MüM
Die Klüfte mit bis zu einem Meter Ausdehnung liegen im Hinter Tal, auf ca. 2240 MüM.
- Adular - Anatas - Apatit - Brookit - Calcit - Chlorit - Glimmer - Quarz

GR :  Hinterrheintal, Hinterrhein (Fluss);(Waschgold), ca. 1610 MüM
Funde sind  an zahlreichen Stellen des Flusses möglich.
- Gold, gediegen

GR :  Hinterrheintal, Hinterrhein, Kirchalp, Chilchalp, ca. 2080 MüM
Etwas nordwestlich der Ortschaft Hinterrhein gelegen.
- Adular - Albit - Anatas - Limonit - Quarz

GR :  Hinterrheintal, Hinterrhein, Rheinwald, ca. 1650 MüM
- Crossit - Glaukophan

GR :  Hinterrheintal, Hinterrhein, Wänglispitz, Wenglispitz, Kirchalpstock, Valserberg, Kirchalp, Chilchalp;(Erzabbau), ca. 2400 MüM
Ein geschichtlich belegtes Eisenbergwerk befand sich am Wänglispitz auf der Kirchalp nördlich Hinterrhein. Die urkundliche Erwähnung geht auf das Jahr 1287 zurück.
- Eisenerz

GR :  Il Fuorn (rätorom.), Ofenberg (dt.), Ova Spin, Zernez;(Erzabbau), ca. 1886 MüM
Erwiesener Erzabbau in der Region 'Il Fuorn-Ova Spin' evtl. alte Bezeichnung für Zernez) in den Jahren von 1588 bis 1685. Ova Spin ist ein Bach und eine Lokalität. Die Abbaugruppe Ova Spin befindet sich auf 2400-2480 m Höhe am Piz Laschadura über dem waldreichen Plan Verd.
- Eisenerz

GR :  Ilanz (dt.), Glion (rätor.), ca. 700 MüM
An der Strasse nach Disentis im Chloritschiefer. Genauere Angaben fehlen. Die Koordinaten zeigen auf Ilanz.
- Apatit - Chalkopyrit - Chlorit - Epsomit - Quarz - Sphalerit - Titanit

GR :  Ilanz (dt.), Glion (rätor.), Flond, ca. 1100 MüM
Westlich von Ilanz und wenig westlich von Flond im Verrucano.
- Fadenquarz

GR :  Ilanz (dt.), Glion (rätor.), Piz Mundaun, ca. 2060 MüM
- Chlorit - Zepterquarz

GR :  Ilanz (dt.), Glion (rätor.), Ravis, Ruis;(Bleierzabbau), ca. 740 MüM
Etwa 350 m südöstlich des Bahnhofes Ruis befindet sich an einer Berglehne, auf der rechten Seite des Rheines, wenig über dessen Niveau, ein Vorkommen von Bleiglanz und Zinkblende.
- Baryt - Galenit - Quarz - Sphalerit

GR :  Ilanz (dt.), Glion (rätor.), Waltensburg (dt.), Vuorz (rätor.), ca. 1000 MüM
Im Gebiet von Waltensburg (Bündtner Oberland) sind Uranvorkommen festgestellt worden.
Asphalt und Naphta bei Waltensburg unweit Ilanz.
- Asphalt - Naphta - Uranerz

GR :  Innerferrera - Piz Grisch, Piz Grisch, ca. 3060 MüM
In der Region zwischen Innerferrera und dem Piz Grisch sind in der sonst mineralienarmen Surettadecke einige kleine Klüfte entdeckt worden. Aus der Gegend unterhalb des Piz Grisch wird auch eine alte Manganmine erwähnt.
- Adular - Albit - Ansermetit - Calcit - Chlorit - Eisenrose - Emplektit - Fianelit - Hämatit - Pizgrischit - Quarz - Scheuchzerit - Wittichenit

GR :  Innerferrera - Piz Grisch, Piz Grisch;(Erzabbau), ca. 3060 MüM
Eine Lagerstätte, welche für die bündnerischen Verhältnisse eine ungewöhnlich grosse Oberflächenausdehnung besitzt, befindet sich auf dem Plateau nördlich unterhalb des Piz Grisch. Die vererzte Zone erreicht eine Dimension von 65 x 80 Meter. Auf einer Länge von 50 Meter wurde das Erz steinbruchartig abgebaut. Dabei entstand eine Wand von 12 Meter Höhe. Abgebaut wurden Mangan- und Eisenerz.
- Aegirin - Albit - Bismuthinit - Bornit - Calcit - Chalkopyrit - Chalkosin - Eisenerz - Emplektit - Fahlerz - Ilmenit - Klaprothit - Manganerz - Pyrit - Quarz - Serizit - Siderit - Wismuterze - Wittichenit

GR :  Innerferrera, Alp Samada sura, Alp Samada sut, Samada sura, Parsagna;(Erzabbau), ca. 1730 MüM
In der Region Samada sut fand in früheren Jahren ein Erzabbau oder ein Erzabbauversuch auf Hämatit und/oder Magnetit statt. Nachgewiesen 1570 bis 1920. Samada sura liegt ca. 1 km südlich von Samada sut.
- Aegirin - Albit - Calcit - Chalkopyrit - Eisenerz - Hämatit - Magnetit - Pyrit - Quarz - Serizit - Siderit - Stilpnomelan

GR :  Innerferrera, Piotta, Val di Lei, Valle di Lei; (Erzabbau), ca. 1560 MüM
Eine sagenumwobene Erzabbaustelle liegt auf der linken Seite des vorderen Valle di Lei. Südöstlich des Hügels Piotta sind noch heute Spuren des Bergbaus zu finden. Anlass zum Bau eines 40 m langen Abbaustollens gab eine rot-braun gefärbte Kupfer-Vererzung. Nach Berichten der Einwohner Innerferreras lag eine andere, bedeutsamere Abbaustelle 500 m weiter hinten im Tal. Der Stollen, gebaut um die grossen Erzmengen zu gewinnen, wurde jedoch von einem breiten Felssturz verschüttet. Niemand kann die Zeit des Ereignisses nennen und auch die übrigen Angaben klingen eher unwahrscheinlich und sogar sagenhaft.
- Erz

GR :  Innerferrera, Piotta, Val di Lei, Valle di Lei; (Uranerzabbau), ca. 1560 MüM
Kleine Indikationen von Uran sind im Val Ferrera, Val di Lej, festgestellt worden.
- Uranerz

GR :  Julierpass (dt.), Pass dal Güglia (rätorom.), Campfèr, Champfèr (rätorom.), Champfer (dt.);(Erzabbau), ca. 1793 MüM
Urkundlich erwiesen sind Bergbautätigkeiten in diesem Gebiet ab dem 10 Jh.. Detailliertere Angaben fehlen aber.
- Eisenerz

GR :  Julierpass (dt.), Passo del Giulia (rätorom.), Crevasalvas, Grevasalvas, Val Grevasalvas, Forcola di Grevasalvas (nordwestlich), Blänca, ca. 2940 MüM
Zwischen dem Passo del Giulia und dem Gebiet von Blänca findet man metallhaltige Mineralien. R. Saager beschreibt Mineralien wie Blei, Zink und Arsen, die nordwestlich der Forcola di Grevasalvas vorkommen. Bei einer genauen Untersuchung (1942) von Althaus und Burford des Eidg. Büros für Bergbau wurde eine sechs Meter lange Grotte und unter deponiertem Material auch ein Lärchenbrett von 60 cm Länge gefunden. Ob es sich bei diesem Fund um den Eingang eines Stollens gehandelt hatte, oder ob es ein Ergebnis der Erosion war, haben die Forscher nicht festgestellt.
- Arsenopyrit - Chalkopyrit - Cobaltit - Covellin - Crossit - Fahlerz - Galenit - Gersdorffit - Glaukophan - Limonit - Magnesioriebeckit - Pumpellyit - Pyrit - Pyrrhotin - Richterit - Sphalerit - Stilpnomelan - Tetraedrit

GR :  Kistenpass (südlich), ca. 2640 MüM
Auf der Südseite des Kistenpasses.
- Riebeckit

GR :  Klosters, Casanna, Casanna Alp, Goldgruoben, Gotschna, Sandbodenwald (unterhalb Gotschna), Inner Chinntobel, Tirolerloch, St. Jakob (Mine);(Erzabbau), ca. 2550 MüM
Tirolerloch: Mit dem Auto bis Schwaderloch (1260 m ü. M.). Von dort zu Fuss (1 km) über die Alpweide hoch und dem Inner-Chinn-Bach folgend ins Inner-Chinn-Tobel. Die Abbaustelle liegt rechter Hand (ca. auf 1500 m ü. M.) unterhalb eines Felsvorsprunges, ca. 20 m vom Bach entfernt. Im Frühsommer hat man Mühe, diesen zu überqueren (Schmelzwasser!). Etwas weiter oben ist ein kleiner Wasserfall. Die vererzte Zone liegt in einem grauen, quarzhaltigen Gestein, das durch die Feuchtigkeit rostbraun oxidiert ist.
 
Casanna Alp, «Goldgruoben»: Mit der Gotschnabahn hinauf zum Gotschnagrat (2281 m ü. M.). Von dort zu Fuss oder mit dem Mountainbike unter der Casanna durch bis zur Casanna Alp (Alp Untersäss 1940 m ü. M.). Direkt oberhalb der Alphütten auf ca. 2000 m ü. M., in einer Runse gelegen, ist eine Pyrit-Vererzung anstehend. Vor langer Zeit wurde dort ein wenig geschürft. In der näheren Umgebung soll sich noch ein verschütteter Stollen befinden. Heute sieht man keine Spuren mehr im Gelände. Einzelne vererzte Stücke liegen noch im Geröll herum.
 
Die Eisengruben der Casanna: Alle Abbaustellen liegen im harten Hauptdolomit an der Casanna-Nordseite. Die ersten beiden Schürfstellen befinden sich auf ca. 2300 m u. M. (unterhalb des ersten Casanna-Gipfels, vom Gotschnagrat herkommend). Linksseitig weiter oben sieht man das 'Steinmannli’. Die beiden Löcher liegen nur 6 - 8 Meter auseinander und sind durch eine kleine Kletterei erreichbar. Sie stossen unmittelbar auf die grosse, steile Geröllhalde. Die Vererzung der oberen Abbaustelle ist durch einen Stollen von eher geringer Tiefe erschlossen worden. Heute können nur noch ca. 2 Meter begangen werden, der Rest ist mit Geröll gefüllt.
- Bleierz - Eisenerz - Galenit - Goethit - Pyrit

GR :  Klosters, Casanna, Ofenpass, Munt Buffalora, Monte Buffalora, Val Tisch, Albulapass (nördlich), Avers, Alp Schmorras, Piz Starlera (Südwestabhang), Piz Starlera (Nordabhang), Fianell, St. Martin, Aversertal, Innerferrera (nördlich), Alp Sut-Foina, Sut Foina, Sutt Foina;(Erzabbau), ca. 2050 MüM
Mehrere Fundorte.
An der Casanna bei Klosters tritt Brauneisen nesterartig auf Spalten des Hauptdolomites auf. - Im Hauptdolomit und im Verrucano finden sich stockförmige Massen von Brauneisen am Monte Buffalora am Ofenpass. - Hämatitimprägnationen finden sich im Triasclolomit des hintern Val Tisch nördlich des Albulapasses und östlich davon im Val Plazbi enthält der Verrucano Linsen von Siderit und ist von Hämatitadern durchtrümmert. - Die Eisenerze, des Avers, die zuletzt ums Jahr 1845 abgebaut wurden, sind ebenfalls Hämatit und Siderit.
 
Sutt Foina: Das Sideritlager befindet sich bei ca. 2140 m am Abhang des Gneisrückens unmittelbar S der Alp Sutt Foina.
 
Fianell: Mit Fianell bezeichnen die Geologen den N-Abhang des Piz Mazza. Dort findet man im Marmor eingelagert mehrere verschiedene Erzvorkommnisse vom Typus Starlera, die teilweise einander fortsetzen. Das bedeutendste Lager (Fianell I) befindet sich bei etwa 2280-2300 m, 1 km südlich der Alphütten Sutt Foina, im oberen Teil des Lauizuges.
 
Schmorrasgrat:  Am Grat zwischen Alp Moos und Alp Schmorras in der Trias der Margnadecke ist schon aus der Ferne ein schwarzes Erzband sichtbar. Am Grat 1,: 3 km NNE vom Piz Alv ist der Hämatit stark schieferig, kieselig-kalkig,  3 bis 4 m mächtig, und enthält Lagen schönen Manganerzes.
- Brauneisen - Eisenerz - Manganerz - Siderit

GR :  Klosters, Casannahorn (nordwestlich) (Mine);(Erzabbau), ca. 2260 MüM
Eine alte 'Goldgroube' woraus angeblich reines Gold geborgen wurde (Sage). In Wirklichkeit handelt es sich dabei um Pyritgruben.
Gotschnaboden: Nach 5 - 10 Minuten zu Fuss ab Mittelstation Gotschnaboden Richtung Schwarzseealp (oberes Wanderweglein benutzen) überquert man den ersten grosseren Lawinenzug. Schon hier ziehen vererzte Glimmerschiefer, Grüngesteine und Radiolarite den Gotschnawang hoch bis zum Gotschnagrat. Man durchquert diese Zone auf einer Länge von etwa 200 Metern bis zur zweiten 'Rüfi’. Darauf folgen helle weisse Kalk- und Dolomit-Halden, die von den darüber liegenden Felsen stammen.
- Pyrit

GR :  Klosters, Gotschnaboden, Gipschilchli, Gips-Chilchli, ca. 2000 MüM
Im Gipschilchli auf Gotschnaboden wurde ehemals (19. Jh.) Gips in grossen Blöcken gebrochen.
- Erz - Gips - Goethit - Pyrit

GR :  Klosters, Gotschnatunnel, Sunniberg, ca. 1080 MüM
Der 4207 Meter lange Tunnel wurde in den Jahren 1997 bis 2005 erstellt. Dabei wurden vor allem Kalk-Tonschiefer (Hauptgestein), Dolomit und Anhydrit-Gips-Schichten angetroffen.
- Anhydrit - Autigener Quarz - Calcit - Coelestobaryt - Magnetit

GR :  Klosters, Madrisatal, Eckerta, Forcla di Rossa;(Erzabbau), ca. 2750 MüM
Im Madrisatal fand in früheren Jahren ein Erzabbau oder ein Erzabbauversuch statt.
- Eisenerz

GR :  Klosters, Schlappintobel, Unter Cun, Conrüfi; (Erzabbau), ca. 1800 MüM
Vererzung in der Cunrüfi:  Mit dem Auto bis zum Parkplatz der Talstation Madrisa-Bergbahn in Klosters Dorf. Von dort zu Fuss das Schlappintobel hoch. Nach kurzem Anmarsch (ca. 20 Min.) gelangt man zum Einstieg in die Cunrüfi. Diese zieht sich hinauf bis zum Versitzspitz auf 2175 m u. M. Nach ca. 1 1/2 Std. Aufstieg gelangt man nun in den oberen Drittel der Cunrüfi. Von den linksseitigen Felsen führen verschiedene Geröllhalden hinunter. In diesen fanden sich zahlreiche rostig-braun angewitterte Gesteine, die auf eine Vererzung hindeuten.
- Erz

GR :  Klosters, Schwarzseealp;(Erzgrube), ca. 1930 MüM
Oberhalb Klosters, "wo man die Stüz hinauf nach Davos reist", wurde eine Schwefelquelle noch in der zweiten Hälfte des 18. Jh.zum Baden gebraucht. Auch da befindet sich oberhalb, auf der Schwarzseealp, eine Pyrrhotin-Erzgrube (Magnetkies).
- Erz - Pyrrhotin

GR :  Klosters, Serneus, Alp Untersäss, ca. 1940 MüM
Oberhalb der kalten Quelle auf der Alp Untersäss befindet sich ein Pyrit-Vorkommen, das im 19. Jh. ausgebeutet wor den war. Von da stammt wahrscheinlich auch die "Goldbrünneli- Sage", die noch heute in der Bevölkerung herumgeistert
- Pyrit

GR :  Klosters, St. Jakob, St. Paul, St. Johann, Unser Frawen, St. Andreas, zu unser Frawen, zum Hl. Geist, St. Michael;(Erzabbau), ca. 2335 MüM
Bergwerk: St. Jakob, Casanna Klosters, LK 1:25'000: 1197, Koordinate: 782355/192798, 2335müM.
- Eisenerz

GR :  Landquart, ca. 520 MüM
Aus dem oligozänen Dachschiefer. Eine genauere Beschreibung über den Fundort fehlt.
- Brookit

GR :  Landquart, Mastrils, ca. 720 MüM
Die Brookit führende Quarzkluft liegt ca. 300 m südwestlich von der Kirche von Mastrils und wurde durch den Strassenbau angeschnitten
- Albit - Brookit - Calcit - Quarz

GR :  Langwies, Fondeital (hinteres), Barge, Barga, Bargen, Reckholdernalp, Reckholderalp, Erezsäss, Wallbrunnen, Weissfluh (Nordfuss), ca. 1960 MüM
Vermutlich wurde das Material durch den Gletscher von einem andern Ort hierher verfrachtet. Die Mineralien sind im schwarzen Geröll zu finden. Hierhergehörende verschliffene Steine werden auch ‘Parsennstein’ genannt.
Das Manganerzvorkommen im hinteren Fondeital befindet sich bei der Lokalität Barge. Es handelt sich nur um ein kleines Vorkommen. Das Erz bildet einzelne Blöcke in der Moräne und zwar besonders längs des kleinen Baches, der von der Reckholderalp herunterfliesst und unmittelbar bei den Häusern von Barge in den Fondeibach fliesst.
- Alleghanyit - Friedelit - Kupfer, gediegen - Manganerz - Mangano-Calcit - Parsettensit - Radiolarit

GR :  Lenzerheide (dt.) (westlich), Lai (rätorom.) (westlich), Scalotta, ca. 2320 MüM
Die Fundregion wird mit 'westlich Lenzerheide' nur sehr allgemein angedeutet. Es dürfte sich aber um das Gebiet Scalottas handeln. Nur ganz bestimmte Felshorizonte innerhalb der Schieferserien führen Klüfte und Mineralien.
- Albit - Calcit - Chalkopyrit - Fadenquarz - Limonit - Pyrit - Quarz

GR :  Lenzerheide (dt.), Lai (rätorom.), Parpaner Rothorn (Südseite), St.Margaretha (Mine);(Erzabbau), ca. 2860 MüM
Der nördlichste Aufschluss des Westhangs der Rothornkette befindet sich in der Runse östlich P. 2485, auf etwa 2520 bis 2550 m Höhe. Hier wurden anfangs des vorvorigen Jahrhunderts von der Gewerkschaft Demenga einige Schürfe ausgeführt. Die Reste von kleinen Bauten und Wegspuren sind noch heute (1930) sichtbar. Von den Schürfarbeiten sind noch erhalten ein ganz kurzer Stollen (zirka 10 m) und zwei eingestürzte Schlitze, die offensichtlich den steil einfallenden Gängen folgten.
- Andalusit - Ankerit - Apatit - Breunerit - Chalkopyrit - Cordierit - Epidot - Fahlerz - Ferro-Magnesit - Ferromagnetit - Galenit - Hornblende - Klinochlor - Korund - Kyanit - Muskovit - Prehnit - Pyrit - Rutil - Sillimanit

GR :  Lenzerheide (dt.), Lai (rätorom.), Piz Scalotta, ca. 2320 MüM
Mittels Sessellift kann der Piz Scalotta von der Lenzerheide-Seite aus bequem erreicht werden. Die Funde stammen vermutlich von der Westseite des Berges (Bündnerschiefer).
- Fadenquarz - Quarz

GR_TI :  Lepontina
Fundort auf der Karte nicht gefunden.
- Anthophyllit - Magnesio-Cummingtonit

GR :  Lohn, Mathon, Zwölfihorn, ca. 2290 MüM
Der Berg liegt ungefähr nördlich von Lohn. Rücksichtsloser Raubbau hat hier zu einem Strahlverbot geführt. Quarzfunde vom Zwölfihorn werden auch im Zusammenhang mit Funden vom Mittetaghorn erwähnt
- Fadenquarz

GR :  Lugnez (vorderes), Seewis (dt.) i.O., Sevgein (rätorom.), Riein, ca. 1270 MüM
Die kalkigen Bündnerschiefer nordöstlich von Riein sind vor allem gegen die Klüfte hin stark ausgelaugt und mit Eisenhydroxid durchsetzt.
- Calcit - Pyrit - Quarz - Talk

GR :  Lugnez, Piz Regina (Gipfelnähe), Péz Regina (Gipfelnähe), ca. 2530 MüM
Ca. 100 Meter unterhalb des Gipfels, konnte in mehrjähriger Arbeit eine Kluft mit 2 Riesenkristallen und zahlreichen Einzelstufen und Einzelkristallen ausgebeutet werden. Fund von Flepp Michael im Jahre 2002 (-2003). Quarz bis 82 cm.
- Quarz

GR :  Lukmanier, Santa Maria, Sontga Maria, Scopi, ca. 2100 MüM
Am Berge Scopi bei Santa Maria am Lukmanier auf der Kantonsgrensze.
- Adular - Auripigment - Axinit - Chlorit - Periklin

GR :  Lukmanier, Val Cristallina, ca. 1600 MüM
- Adular

GR :  Lukmaniergebiet, ca. 1900 MüM
Im Medelser Granit, unterhalb der Adulahütte im Tal. Fragliche Beschreibung, liegt die Adula-Hütte (719.500 / 150.900)  vom Lukmanierpass (704.440 / 157.750) doch einiges entfernt.
- Adular - Eisenrose - Rutil

GR_TI :  Lukmanierpass (dt.) (Umgebung), Lucmagn (rätorom.) (Umgebung), Lucomagno (ital.) (Umgebung), Ri di Lareccio, ca. 1920 MüM
In Grünschieferfazies in der Umgebung des Passes.
- Chloritoid - Kyanit

GR :  Lukmanierschlucht, Curaglia, Biscuolm, Bisculm, ca. 1700 MüM
Liegt etwas mehr als 1 km östlich von Curaglia.
- Adular - Calcit - Chlorit - Hämatit - Sphalerit

GR :  Lukmanierschlucht, Curaglia, Disentis, Mompe Medel, Surrhein, Tenigerbad (dt.), Bogn Tenigia (rätor.), Somvixer Tal, ca. 1300 MüM
Ein etwas gefältelt-schiefriger Serizitphyllit mit Turmalin-Quarzgängchen von bis 1,5 cm Breite steht an der Lukmanierstrasse, kurz nach der Abzweigung der Strasse nach Mompe Medel, an.

Fundort Lukmanierschlucht E-Seite, zwischen dem achten und neunten Tunnel, etwas tiefer als die Landstraße, ihr gegenüber. Makroskopisch ist es ein Serizitschiefer mit Pyritkristallen bis zu 3 mm Kantenlänge und makroskopisch sichtbaren Muskovitblättchen.
 
Fundort Lukmanierschlucht E-Seite, ungefähr gegenüber dem neunten Tunnel auf Rheinhöhe.
 
Auf der rechten Seite des Medelser Rheins (E) stehen, zwischen dem neunten und achten Tunnel, der Lukmanierstrasse gegenüber, einige kleine Erzgänge in den Serizitschiefern an, die im Streichen nicht verfolgt werden konnten, im Fallen mit den Serizitschiefern übereinstimmen.
- Arsenopyrit - Galenit - Hämatit - Limonit - Markasit - Pyrit - Quarz - Rutil - Siderit - Turmalin

GR :  Lukmanierschlucht, Mompé Medel, ca. 1100 MüM
- Ankerit - Apatit - Boulangerit - Calcit - Chlorit - Ferro-Magnesit - Jamesonit - Pyrit - Pyrrhotin - Quarz - Rutil - Sphalerit
1) Beim Bau des Strassentunnels nach Mompé Medel bei Meter 172 ab der Lukmanierschlucht,
2) zwischen den beiden Strassentunnel, auf der Westseite des Strassenbords,
3) auf der Ostseite der Schlucht,
4) Schluchtmitte, Ostseite.

GR :  Lumbrein, ca. 1400 MüM
Im Trias-Basisarkose (mesozoischer Mantel des Gotthardmassivs), wenige Meter vom Kontakt mit den Gneisen des Gotthardmassivs entfernt. Genauere Angaben fehlen.
- Baryt - Dolomit - Quarz - Siderit

GR_UR :  Maderanertal, Brunnipass, ca. 2740 MüM
Pass zwischen Piz Aclett und Brichlig.
- Anatas - Chlorit - Quarz

GR_UR :  Maderanertal, Etzlital, Mittelplatten, ca. 2470 MüM
Grat im hintersten Etzlital, südwestlich zwischen dem Chrützlistock und dem Piz Nair. Die Mineralien stammen aus der Syenitzone.
- Beryll - Epidot - Milarit - Quarz - Rauchquarz - Stilbit

GR_UR :  Maderanertal, Tschingelstöck, ca. 2872 MüM
- Rauchquarz

GR :  Medelsergletscher, Glatscher da Medel, ca. 2800 MüM
- Adular - Bavenit - Calcit - Rauchquarz

GR :  Mulegns (rätorom.), Mühlen (dt.), Val Faller;(Asbestabbau), ca. 1800 MüM
In Mulegns (Mühlen) im Oberhalbstein haben die "Schweizerischen Eternitwerke A. G. Niederurnen" im Herbst 1918 kurze Zeit Asbest abgebaut.
- Asbest - Nephrit

GR :  Mulegns, Alp Flix, Flixalpe, ca. 1910 MüM
- Albit - Epidot

GR :  Mutten, Muttner Höhi, ca. 2003 MüM
- Calcit - Fadenquarz - Goethit - Muskovit - Quarz
GR_UR :  Oberalp, ca. 2400 MüM
 
Bezeichnung für eine Fundstelle an der Oberalpstrasse zwischen Andermatt und Tschamut.
- Apatit - Chlorit - Hämatit - Quarz - Rutil - Titanit

GR_UR :  Oberalp, Badus, Baduz, Six Madun (Westseite), Sixmadun, Siarra, ca. 2910 MüM
Der Berg erhebt sich ca. 4 km südlich des Oberalppasses und liegt auf der Grenze der Kantone UR und GR. Von der Westseite des Berges stammen mehrere Funde.
- Albit - Epidot - Rutil - Titanit - Turmalin

GR :  Oberalp, Lai della Siara, ca. 2200 MüM
- Adular - Albit - Chlorit - Quarz

GR :  Oberalppass, Canals, ca. 1880 MüM
Beim Bau des Bahntunnels westlich von 'Canals'.
- Rutil

GR :  Oberalppass, Cuflegl, ca. 1950 MüM
Ca. 1 km südlich des Oberalppasses, auf dem Weg zum Lai Tuma, liegt diese Oertlichkeit.
- Adular - Amianth - Chlorit - Pyrit - Quarz - Titanit - Turmalin

GR :  Oberalpstock, ca. 3300 MüM
Der Berggipfel liegt auf der Grenze zum Kanton Uri. Der Grat zum Piz Ault hat verschiedene Mineralien geliefert. Als Fundort ist der nach Südosten verlaufende Grat unter der Bezeichnung Strehmzähne oder Strehmlücke bekannt.
- Adular - Albit - Amianth - Brookit - Calcit - Phillipsit - Quarz - Rauchquarz - Titanit

GR :  Obersaxen, ca. 1400 MüM
- Brochantit - Ferroaxinit - Langit

GR :  Obersaxen, Affeier, Afeiar, Viver, St. Peter (Mine), Cava da Mattel (Mine), Pifal, Platenga;(Kupfererzabbau), ca. 1290 MüM
Die Gruben befinden sich innerhalb einer steil abfallenden Felswand und sind entsprechend schwer zugänglich. Die Stollen befinden sich im oberen Teil einer 80 Meter hohen Felswand. Der durch das Auswurfmaterial entstandene Schuttkegel ist heute überwachsen, vererzte Stücke sind kaum zu finden.
Den Zugang zur alten Cava da Mettal erreicht man am besten, indem man von Punkt 1255 am Meliorationssträsschen unterhalb Affeier ausgehend ungefähr der Höhenkurve auf 1250 Meter westwärts folgt. In ca. 250 Meter gelangt man so zum Rand der Felsflanken, von wo aus man über ein leicht absinkendes, schmales Grasbändchen von ca. 20 Meter Länge zum Einstiegsschacht der Grube gelangt.
- Albit - Anorthit - Azurit - Baryt - Brannerit - Chalkanthit - Chalkopyrit - Devillin - Fahlerz - Feldspat - Goethit - Hellglimmer - Kupfererz - Malachit - Pechblende - Pyrit - Quarz - Tetraedrit - Uraninit

GR :  Obersaxen, Eggen, Egga, Vivér, Flond, Truns, Garveramulde, St. Johann am Rhein (Mine), St. Peter (Mine), Sul Rhein;(Erzabbau), ca. 1286 MüM
Ein Vorkommen wird von Eggen (Obersaxen) beschrieben, wo im Kalkstein grosse Nester von Brauneisenstein liegen, die bis 1836 abgebaut und nach Truns gebracht wurden. Auch bei Flond wurde ein poröser Limonit abgebaut, der Lager und Nester  in einem Tonschiefer und einem im Verrucano liegenden dolomitischen Kalkstein bildet.
Abbauperiode Flond-Egga: 1836 bis 1841.
Sul Rhein: Hier sind Bleiglanz, Kupferkies und Zinkblende (Sphalerit) zu finden. Argentit und Fahlerz können im Bleiglanz (Galenit) eingeschlossen sein.
- Argentit - Bleierz - Chalkopyrit - Eisenerz - Fahlerz - Zinkerz

GR :  Obersaxen, Platenga (westlich), Platenga Tobel, Valatabach;(Erzabbau, Schaubergwerk), ca. 1310 MüM
In der Region Platenga fand in früheren Jahren (nachgewiesen ab 1841) ein Erzabbau oder ein Erzabbauversuch auf Hämatit und/oder Magnetit statt. Der Abbau soll, gemäss historischen Urkunden, bereits zwischen 1806 und 1813 begonnen haben.
In der Gemeinde Obersaxen wurden einst zwei Bergwerke betrieben. Es sind dies die Silbergrube von Affeier und das Eisenbergwerk im Platenga Tobel. Das letztere ist heute touristisch erschlossen, das heisst, es können 240 Meter Stollenbau besucht werden. Der Verkehrsverein Obersaxen vermittelt während der Sommerzeit Führungen zum Schaubergwerk.
- Eisenerz - Kupfererz

GR :  Ofenpass (dt.), Pass dal Fuorn (rätorom.), Alp Buffalora, Minieras da Fiern, Munt Chavagl, Il Fuorn, ca. 2440 MüM
In dieser Gegend finden sich viele frühgeschichtliche Abraumhalden und Eisenerzpingen (bereits ab 750 n.Chr.). Das hauptsächliche Erz bestand aus Brauneisenstein (Limonit: vorwiegend Goethit), Roteisenstein (dichter Hämatit) und Pyrit (das Primärerz). Eine solche Abraumhalde (Minieras da Fiern) südwestlich der Alp Buffalora zu finden.
- Brauneisenstein - Goethit - Hämatit - Pyrit

GR :  Ofenpass, Alp Buffalora, Munt Buffalora, Monte Buffalora, Val Ftur, Ova Spin;(Erzabbau), ca. 2400 MüM
Zwischen 1332 und 1500 ist das ausgiebigste Eisenerzlager des Gebiets am Munt Buffalora auf 2400-2500 m Höhe abgebaut worden.
Das umstrittene Abbaugebiet liegt am Munt Buffalora. Nur wenige der zahlreichen Wanderer, die sich zur Sommerzeit im Gebiet des Munt Buffalora aufhalten, machen sich vermutlich Gedanken über die Herkunft von unzähligen grösseren und kleineren unnatürlichen Schutthalden aus rostrot angewittertem Gestein. Besonders auffällig ist eine Kette von neun grossen Abraumhalden, die sich in einer geschwungenen Linie den oberen Teil des Osthanges des Munt Buffalora hinaufzieht.
- Azurit - Cerussit - Galenit - Hemimorphit - Limonit - Malachit - Wulfenit

GR :  Panixerpass (dt.) (nordwestlich), Pass dil Veptga (rätor.), ca. 2400 MüM
- Markasit

GL_GR :  Panixerpass, Rueun-Ruis bei lIanz, Andiast, Alp Ranasca, zum heiligen Kreuz (Grube), Gulatsch, Gullatsch, Schmuerbach, Candinas, Gruoba, Prau-Grass, Prau gras, Pigniu, Prada della gruoba, Grap Surtscheins, Gruschs;(Erzabbau), ca. 2407 MüM
Auf der Alp Ranasca sind Kupfererze wie auf der Mürtschenalp anzutreffen.
Am Grap Surtscheins, etwa 2300 m ü. M., oberhalb Andest, befindet sich ein kleines Fahlerzvorkommen. Der genauere Ort der ehemaligen Grube zum Hl. Kreuz auf der Alp Runasca, oberhalb Panix, ist in Vergessenheit geraten. Es handelt sich um ein Quarz-Karbonat-Fahlerzvorkommen.
 
Folgende Minen waren um 1826 in Betrieb:
- Die zwei Minen jenseits des Rheins, Dort wurde ohne Erfolg gegraben. Diese Stollen befinden sich ausserhalb der Rheinbrücke, einer in der Nähe des Flusses und der andere oberhalb der Strasse. Es ist nicht möglich dort einzudringen. Der Stollenboden ist mit Wasser bedeckt, und niemand weiss, wie tief und wie lang diese Stollen sind.
- Zwei Minen in Candinas. Diese rentierten nicht, sodass dort kaum gearbeitet wurde.
- Eine Mine unterhalb von Prau-Grass. Aber auch dort war die Ausbeute gering.
- Die grösste aller Minen hat man in der Wiese von "Gruoba" unterhalb Prau-Grass gefunden. Dort förderte man Blei und Silbererz.
Mit dem Jahr 1831 endete die Existenz der Bergwerksgesellschaft.
- Fluorit - Kupfererz - Quarz - Seifenstein

GR :  Pazzola, Cavradi, Val Gierm;(Erzabbau), ca. 1600 MüM
In der Region Pazzola-Cavradi-Val Gierm fand in früheren Jahren ein Erzabau statt (Hämatit oder Magnetit oder beides).
- Eisenerz - Hämatit - Magnetit

GR :  Pazzolastock (Ostseite), Pazolastock, Alp Tgatlems (nach Ashcroft), Alp Tgatlems, ca. 2740 MüM
Das unter diesem Namen bekannte Fundgebiet erstreckt sich von der Alp Tgatlems bis auf 2580 MüM. Die Fundregion besteht aus Grasflanken mit zahlreichen Felsköpfen.
- Adular - Hämatit - Quarz

GR :  Pischa
Es geht nicht genau hervor, um welches Pisch es sich handelt. Im Kanton Graubünden gibt es 5 Lokalitäten mit der Bezeichnung 'Pischa'.
- Andalusit - Apatit - Cordierit - Epidot - Klinochlor - Korund - Kyanit - Muskovit - Prehnit - Rutil - Sillimanit

GR :  Pischa, Verborgen Pischa, Pischahorn, Rosställispitz (Flanken), Kirchlein (W-Grat), Piz Valtorta (Grat), Piz Chaste (Grat), Val Gröss, Alp Murtera, Susascatal, Fop Tiamarsch, Val Saglains, ca. 2980 MüM
Die folgende Liste von Fundstellen in der Pischazone erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit:
Pischazone: Pischa, Verborgen Pischa, Pischahorn, Flanken des Rosställispitz und W-Grat des Kirchlein, Grat vom Piz Valtorta zum Piz Chaste (angereichert in den Karmoränien der Val Gröss und in den Schutthalden der Alp Murtera, auch verschwemmt bis ins Susascatal). Ein besonders schönes Stück stammt aus einem Sturzblock bei der Hütte von Fop Tiamarsch in der Val Saglains.
- Andalusit

GR :  Piz Badile (am Fusse), Vadrec dal Cengal, ca. 2400 MüM
Bedogné führt die Mineralienvorkommen sehr allgemein auf. Ob alle aufgeführten Mineralien auch tatsächlich vorkommen geht aus den Angaben nicht hervor.
- Calcit - Chabasit - Epidot - Heulandit - Krupkait - Laumontit - Stilbit - Tetradymit - Uranophan

GR :  Piz Beverin, ca. 2990 MüM
Gute Funde sind im Nord- und im Nordwestabhang gemacht worden.
- Albit - Apatit - Fadenquarz - Pyrolusit - Quarz

GR :  Piz Beverin, Alp Masügg, ca. 1600 MüM
Oberhalb dieser Alp (vermutlich in Richtung des Glaspasses).
- Quarz

GR :  Piz Beverin, Alp Parpeina, ca. 1800 MüM
Unterhalb dieser Alp, in Richtung Wiss Nollen.
- Quarz

GR :  Piz Beverin, Alp Tumbriv, Runal, ca. 2700 MüM
Im südöstlichen Abhang. Evtl. handelt es sich hier um die Lokalität Alp Tumbriv. Die Mineralienvielfalt ist in der Literatur jeweils sehr ähnlich aufgeführt. Graeser schreibt 'über dieser Alp in einem Quarzband. Die vorkommenden Mineralien sind durchwegs klein'.
- Azurit - Boulangerit - Calcit - Cerussit - Cinnabarit - Dolomit - Fadenquarz - Galenit - Malachit - Mimetesit - Pyrit - Quarz - Sphalerit - Tetraedrit

GR :  Piz Beverin, Chräjenchöpf, ca. 2400 MüM
- Quarz

GR :  Piz Beverin, Tschappina, Glaspass, Nolla, ca. 1850 MüM
- Albit - Calcit - Quarz

GR :  Piz Beverin, Tschappina, Glaspass, Verdushorn, Carnusahorn, Carnusabach, ca. 2300 MüM
Bekanntes Fundgebiet für die aufgeführten Mineralien.
- Albit - Calcit - Fadenquarz - Quarz

GR :  Piz Beverin, Tschappina, Glaspass, Weissnollen, Wiss Nolla, ca. 1400 MüM
Oben aus der Wiss Nolla.
- Albit - Apatit - Baryt - Calcit - Chalkopyrit - Fadenquarz - Galenit - Malachit - Quarz - Sphalerit

GR :  Piz Beverin, Weissnollen, Wiss Nolla
Direkt an der Weissnollen, am Fusse des Piz Beverin.
- Albit - Calcit - Chalkopyrit - Quarz - Sphalerit

GR :  Piz Bleis Martscha (Südgrat), ca. 3090 MüM
Am Südgrat des Piz Bleis Martscha, innerhalb des Julier- oder Albulagranites, tritt ein lokal eng begrenztes Vorkommen eines Gesteins, dessen dunkle und helle Gemengteile derart verteilt ist, dass man versucht ist, von einem Orbiculit zu sprechen.
- Orbiculit

GR :  Piz Coroi, Pizzo Coroi, ca. 2780 MüM
- Calcit - Quarz

GR :  Piz Corvatsch, Fextal, Val Fex, Lej Sgrischus;(Manganerzabbau), ca. 2070 MüM
Aus dem obersten Teil der in viele Schuppen aufgelösten Margnadecke des Fextales erwähnt R. Staub verschieden gefärbten Radiolarit mit Manganerz, begleitet von "Hyänenmarmor (Aptychenkalk), Ophioliten usw.
- Braunit - Manganerz - Manganocalcit - Parsettensit - Radiolarit - Rhodonit

GR :  Piz Corvatsch, Murtel, ca. 2600 MüM
Gipfel einige Kilometer südlich von St. Moritz.
- Aegirin-Augit - Azurit - Eisenrose - Hämatit - Malachit - Parsettensit - Pyroxmangit - Quarz - Rhodochrosit - Rhodonit - Siderit - Spessartin

GR :  Piz Gannaretsch, Glatscher da Gannaretsch, ca. 3040 MüM
Vom Fusse des 'Glatscher da Gannaretsch'.
- Kainosit-(Y)

GR :  Piz Grisch, Plattas Alvas, Alp sut Fuina, Val Mulin, Piz Grisch(Nordwestflanke);(Erzabbau), ca. 2100 MüM
Bei der Alp Sut Fuina, erscheint Erz in der Form von Siderit. Die Bänder erreichen eine Ausdehnung von bis zu 250 Metern und eine Mächtigkeit bis 8 Meter.
Die Grube liegt oberhalb der Alp Sut Fuina, der sie den Namen gegeben hat und ist über eine langgestreckte Seitenmoräne erreichbar, die zu einem früheren Stand des Sut-Fuina-Gletschers gehört. Die Grube wurde zusammen mit der nahegelegenen Hämatitmine auf Fianel während einiger kurzer Perioden vom 16. bis ins 19. Jh. im Tagebau ausgebeutet.
 
Folgende Mineralien (meist mikroskopisch) können vorkommen:
- Aegirin - Albit - Azurit - Calcit - Chalkopyrit - Chalkosin - Emplektit - Fahlerz - Hämatit - Ilmenit - Klaprothin - Malachit - Manganerz - Pyrit - Quarz - Rutil - Serizit - Siderit - Stilpnomelan

GR :  Piz Mondin, Finstermünz, Sur, Ochsenalp, Piz d'Err;(Kupfererzabbau), ca. 1933 MüM
Die basischen Eruptivgesteine des Engadins und Oberhalbsteins enthalten Linsen und Imprägnationen von Kupferkies und Pyrit einerseits am Piz Mondin bei Finstermünz, andererseits bei Sur und auf Ochsenalp am Piz d'Err.
- Chalkopyrit
GR :  Piz Puntota (Südgrat), Piz Punt Ota, ca. 3020 MüM
- Andalusit - Apatit - Cordierit - Epidot - Klinochlor - Korund - Kyanit - Muskovit - Prehnit - Rutil - Sillimanit

GR :  Piz Silvretta (Silvrettahorn?), ca. 3244 MüM
Besonders in quarzführenden Linsen und Knauer, die an Paragneise und Mischgneise gebunden sind. Ein Piz Silvretta gibt es auf der heutigen Karte nicht. Evtl. handelt es sich um das Silvrettahorn.
- Andalusit - Kyanit - Muskovit - Quarz

GR :  Piz Vadret
Besonders in quarzführenden Linsen und Knauer, die an Paragneise und Mischgneise gebunden sind. Im Kanton Graubünden sind zwei Piz Vadret zu finden:
Gemeinde La Punt-Chamues-ch, Koordinaten: 792.790 / 153.919, Höhe 3199 MüM.
Gemeinde Susch: Koordinaten: 793.057 / 173.753, Höhe 3229 MüM.
- Andalusit - Kyanit - Muskovit - Quarz

GR :  Piz Vizan (Nord- und Ostflanke), ca. 2450 MüM
Berg ca. 3 km westlich von Andeer. Funde stammen aus den Flanken der Nord- und der Ostseite.
- Albit - Calcit - Quarz

GR :  Piz Vizan, Promigilli, ca. 1650 MüM
Alp zwischen Andeer und dem westlichen Piz Vizan.
- Albit - Calcit - Quarz

GR :  Pizzo Tambo (Nordwand), Tambohorn (Nordwand), Areuapass, Tamboalp;(Erzabbau), ca. 2509 MüM
Im der Region Tambohorn - Areuspass fand in früheren Jahren ein Erzabbau oder ein Erzabbauversuch auf Hämatit und/oder Magnetit statt. Ebenfalls fand auf der Tamboalp ein Abbau statt.
- Eisenerz

GR :  Plattenberg, Garenstock, ca. 2900 MüM
Nördlich des Garenstockes, unterhalb des Gletschers, welcher vom Plattenberg hinunterzieht.
- Adular - Chlorit - Quarz

GR :  Plattenberg, Garenstock (nördlich), ca. 2850 MüM
- Adular - Calcit - Chlorit - Danburit - Hämatit

GR :  Pontresina, Puntraschigna, Languardgebiet, ca. 2824 MüM
- Aenigmatit

GR :  Porchabellagletscher (Westrand), Vadret da Porchabella, ca. 2800 MüM
- Andalusit - Apatit - Cordierit - Epidot - Klinochlor - Korund - Kyanit - Muskovit - Prehnit - Rutil - Sillimanit

GR :  Pradella (Sondierstollen)
In einem Sondierstollen für die Zentrale Pradella der Unterengadiner Kraftwerke fand Prof. Dr. J. Cadisch einen merkwürdigen Kluftbelag. Die Untersuchungen zeigten, dass dieser Belag vorwiegend aus Dickit besteht. Hier handelt es sich vermutlich um den ersten Fund von Dickit in der Schweiz.
- Dickit

GR :  Prunpentz, Praunpentz, Silberberg, zum hohen Kreuz (Mine), St. Luzia (Mine), St. Trinitatem (Mine), Zur Gottesgab (Mine), Maximilian (Mine), Ferdinand (Mine), St. Mathias (Mine), St. Joos (Mine), St. Daniel (Mine), Fuxloch (Mine), St. Geörgen (Mine), Paulsgruob (Mine), St. Helena (Mine), St. Johann (Mine), St. Lorenz (Mine), St. Bartlome (Mine), St. Nicolaus (Mine), St. Chilian (Mine), St. Andrea (Mine), St. Anna (Mine), St. Wilhelm (Mine), St. Marx (Mine), St. Thomas (Mine);(Erzabbau), ca. 1300 MüM
Christian Gadmer, 1588, Bergrichter, erwähnt unter anderem folgende Gruben in denen verschiedene Erze abgebaut wurde:
Silberberg, Tafas: - St. Luzia (hie Innen beym Egg, auch am landtwasser), - St. Trinitatem (Mitten in den Rüffenen), - Zur Gottesgab (Die Schacht oben uff der Cluft), - Maximilian (Wasserpaw), - Ferdinand (Wasserpaw), - St. Mathias (Von dannen bim bach uf ein alte ysen gruob), - St. Joos (Von der wassergruoben den alten schachten nach hinuff), - St. Daniel (wie bei St. Joos), - Fuxloch (wie bei St. Joos), - St. Geörgen (wie bei St. Joos), - Paulsgruob (wie bei St. Joos), - St. Helena (unterm Weg), - St. Johann (Und die New Innfahrt ob dem weg), - St. Lorenz (Der angefangen Stollen underm wegim wald unnen), - St. Bartlome (Im Schwabenthobel by der grossen Clufft im Kohl), - St. Nicolaus (By der Stuben), - St. Chilian (Zu nechst herinnen ob dem weg, beim Silberbergbach),
 
In den Zügen: - St. Andrea (Im Purchen Zug zu nechst obem weg), - St. Anna (Im kruhmb obem Gaden), - St. Wilhelm (Im Preiten Zug),
 
In den Spinen: - St. Marx (Ein Alaun Khüssgruoben im Ruoben Tobl), - St. Thomas (In den Riedern), - Zu unseren Frauen (Neben den Steinigen Matten beim landtwasser, Im Tschuggen) - St. Martin (Inn unser Frauwen Tobl),
 
In Sertig: - St. Jakob (In den Schüpfen auf den Platten), wiederentdeckt 1978, abgebaut: Bleiglanz und Zinkblende, - St. Johann (Inn Sertyger Tälli), - zu unser Frauwen (Inn Sertiger Tälli), einer der beiden Sertyger-Stollen wurde 1980 wieder eröffnet, abgebaut: Pyrit, Kupferkies, Arsenkies, Fahlerz, Zinkblende, - St. Christoffel (Inn Sertyger Ennge), - zu unseren Frauwen (Inn khillcher Lütschel), - St. Jakob (Inn killcher Lütschel),
 
In Dischma: - St. Johann (Obem Dürnboden beim Steinigen wang), - zur Gottesgab (Und obem Dürnboden beim grossen Fälsen), - St. Michel (Ob der Duchli), - St. Johann (Ob der Duchli),
 
Zum Closter: - St. Jacob (Im Wald heruf zu Münchalpen), - St. Paulus (Im Wald heruf zu Münchalpen), am Eingang des Mönchalptales sind in der Schlucht Stollen-Mundlöcher sichtbar. Im Grüenbödeli befindet sich eine Vererzung von Eisen und Kupfer (Pyrrhotin).
 
Sanct Nicolaus: Die Grube St. Nicolaus wurde durch Gadmer von seinem Vorgänger übernommen, um 1606 belehnt und in der Plurserzeit abgebaut.
 
Sanct Helena: St. Helena war wie St. Barbara (Am Rothorn) im Mittelalter beliebt als Bergbau- Schutzpatronin.
 
St. Johann Gadmers ''Die New Innfahrt ob dem weg", liegt unrettbar verschüttet, muss aber die höchstgelegene Abbaustelle gewesen sein. Seit Hitzens Zeit wird sie "Anna-Abbau" benannt. Diese Anna war indessen keine "Sancta", sondern eine Erzsucherin (Rhabdomantin), Hitzen 's Schwiegertochter. Im Schwabentobel begann der Bergbau schon vor Bergrichter Gadmer mit dem alten "Tagbau" (Am Weg), "so die Schwaben pauen haben".
 
Sanct Chilian: Dies ist der alte Namen des verschütteten Plurserstollens bei bekannter Wegkreuzung gegenüber Monstein.
- Eisenerz

GR :  Prättigau, Saaseralp, Saaser Alp, Madrisahorn (Südabfall), Gafiental, Uf den Bender, Auf den Bändern, In den Bändern, Gafia, zum heiligen Geist(Grube), St. Michael(Grube);(Erzabbau), ca. 2645 MüM
MüM Radiolaritfundstelle oberhalb des dortigen Obersässes, bei der eine Erzbank aus Eisen- und Manganoxyden vorhanden ist. Die Radiolaritzone zieht dort nach Norden weiter in den Hintergrund des Gafientales, wo um 1590 eine Grube 'Uf den Bender' (auf den Bändern)in den Bändern' erwähnt wurde.
Auf der Saaseralp wurden 1544 Erzfunde gemacht
- Brauner Glaskopf - Eisenerz - Goethit - Manganerz - Pyrit - Radiolarit

GR :  Puschlav (dt.), Poschiavino (ital.), Brusio, Selvaplana, La Sassa;(Talkabbau), ca. 1290 MüM
La Sassa ist eine Oertlichkeit in der Gemeinde Brusio, auf der linken Talseite. Das kleine Bergwerk ist heute nicht mehr in Betrieb, man baute aber dort noch bis 1960 Talk in kleinen Mengen ab. Damals wurde der Talk in die Innerschweiz verkauft, aber auch nach Deutschland. Nach einer letzten Sendung dorthin wurde der Betrieb, da unrentabel endgültig eingestellt. Heute ist nur noch der Stollen vorhanden.
- Talk

GR :  Puschlav (dt.), Poschiavino (ital.), Poschiavo I, ca. 1000 MüM
Die Vorkommen liegen in den mächtigen Serpentinmassen südwestlich dieser Ortschaft.
- Arsenopyrit - Chrysotil - Gold, gediegen - Hornblendeasbest - Löllingit - Nephrit - Pyrit

GR :  Puschlav (dt.), Poschiavino (ital.), Poschiavo II, ca. 1090 MüM
Nachgesagt wird dem Poschiavino eine  kleine Goldführung.
- Gold, gediegen

GR :  Puschlav (dt.), Poschiavino (ital.), Poschiavo, Alpe Quadrada, Alpe Quadrata, ca. 1860 MüM
Die Vorkommen sind in den mächtigen Serpentinmassen vorzufinden.
- Chrysotil - Hornblendeasbest - Nephrit - Nesquehonit

GR :  Puschlav (dt.), Poschiavino (ital.), Poschiavo, Quadrada - Selva, Selva - Quadrada, ca. 1860 MüM
Die Vorkommen sind in den mächtigen Serpentinmassen vorzufinden.
Erste Beschreibungen von F. de Quervain über Erzmineralien, besonders aus dem Gebiet der Steinbrüche von Selva und der Asbestgruben Quadrada in den Jahren 1935 - 1945, wurden durch die Entdeckung des Minerals Heazlewoodit im Serpentin durch P. Ramdohr an Proben, die durch den Verfasser zur Verfügung gestellt wurden, erstmals durch erzmikroskopische Untersuchungen Nickelmineralien festgestellt.
- Awaruit - Heazlewoodit - Ilmenit - Kupfer, gediegen - Magnetit - Pentlandit - Perovskit - Shandit - Titan-Klinohumit

GR :  Puschlav (dt.), Poschiavino (ital.), Poschiavo, Quadratabach, Urgnasco,  Alpe Quadrata di fuore, Alpe Quadrata daint, Piatte di Canciano, Passo d'Uer;(Asbestabbau), ca. 1020 MüM
Der Asbestbergbau von Poschiavo hielt sich bis zum Jahre 1912.
Etwa 3-5 km südwestlich von Poschiavo finden sich rechts des Quadratabaches verschiedene Asbestvorkommen.
- Alabastro - Asbest - Chrysotilasbest - Hornblendeasbest - Nephrit

GR :  Puschlav (dt.), Poschiavino (ital.), Poschiavo, Selva, ca. 1460 MüM
- Olivin - Titan-Klinohumit

GR :  Puschlav (dt.), Poschiavino (ital.), Poschiavo, Selva (Steinbrüche), Clef, ca. 1490 MüM
Die Funde stammen aus den stark gefalteten und geschieferten Lherzolithserpentinen in olivinreichen Adern. Zum Sammeln eignet sich am besten eine Blockhalde eines heute verlassenen Steinbruches unmittelbar bei der Lokalität 'Clef'.
- Awaruit - Heazlewoodit - Hydromagnesit - Nesquehonit - Olivin - Pentlandit - Perovskit - Titan-Klinohumit

GR :  Puschlav (dt.), Poschiavino (ital.), Poschiavo, Selva, Le Prese, Scurtaseu, Scortaseo, Le Prese, Passo Canciano, Pilinghell, Alp Somprai, Clef;(Nephritabbau), ca. 1515 MüM
Die Grube von Selva befindet sich 300 m östlich Punkt 1660 der Alpe Braita, 4,0 km südlich von Poschiavo. Die "Asbestminen A.G. Poschiavo" haben bis Ende Juni 1918 einen sehr weissen Talk aus dieser Grube abgebaut.
- Nephrit - Schweizerisch Jade - Talk

GR :  Rabius, Val Marcota, Val Macorta, ca. 1250 MüM
Im Val Marcota nördlich von Rabius.
- Turmalin

GR :  Radönt, ca. 2500 MüM
Gegend südöstlich des Flüelapasses, zwischen der Flüelastrasse und dem Piz Radönt.
- Andalusit - Kyanit

GR :  Radünertäli, Schwarzhorn (Wände), Schwarzhorn (Hang), Braunhorn, Dürrboden, Bocktenhorn, Augstenberg, Scalettapass, Scalettahorn (Westgrat), ca. 2500 MüM
Nach den Aufnahmen von Streckeisen, Bearth, Wenk und Spaenhauer können folgende Häufungsstellen namhaft gemacht werden:
- Radünertäli (mit Disthen; jetzt nicht mehr ergiebig),
- Wände vom Flüela - Schwarzhorn gegen Braunhorn,
- Hang des Schwarzhorns gegen Dürrboden,
- Bocktenhorn,
- Augstenberg,
- Scalettapasshöhe,
- Westgrat des Scalettahorns (mit Turmalin).
- Andalusit - Disthen - Turmalin

GR :  Reichenau, Bonaduz, Val Sudra, Val Surda;(Erzabbau), ca. 850 MüM
Nach C.Schmid (1920) wurde in der Gegend der Hinterrhein-Mündung und im Val Sudra 1868/1869 nach Erz gegraben. Ebenfalls nach Erz wurde in der Region Bonaduz gegraben.
- Bohnerz - Eisenerz

GR : Remüs, Remüser Ochsenalp, Schleins
Neben den bekannten Realgarvorkommen im Triasdolomit des Binnentales erwähnt A. Kenngott ("Die Minerale der Schweiz." 1866, p. 405.) Realgarfunde von der Remüser Ochsenalp.
- Chalkopyrit - Pyrrhotin - Realgar

GR :  Rheinwald, Splügen, ca. 1500 MüM
In den Schieferschichten dieses Gebietes sowie im Strasseneinschnitt südlich der neuen Strassenbrücke zwischen Rüti und Splügen.
- Pyrit - Quarz

GR :  Rheinwald, Splügen, Aeussere Schwarzhörner, ca. 2850 MüM
Südöstlich von Splügen.
- Adular - Albit - Chlorit - Ferroaxinit - Quarz

GR :  Rheinwald, Splügen, Danazalp, Danatzalp, Danatzhöhe, Tanazalp, Tanatzalp, Alp Tanatz, Tanatzhöhi:; (Erzabbau), ca. 2000 MüM
2500 Meter südlich des Dorfes Splügen, beidseits der Militärstrasse, ca. 30 Meter westlich über dem der Splügenstrasse folgenden Häusernbaches.
Tanatzhöhi: Südwestlich von Splügen, zwischen der Tamboalp und der Splügenstrasse, liegt das Abbaugebiet Tanatzhöhi. Nordwestlich der Bodmastafel liegen die vier verschütteten Abbaustätten.
Krähenbühl: Dieses Vorkommen liegt südwestlich von Splügen zwischen Tamboalp und der Splügenstrasse. Nordwestlich oberhalb des Bodmenstafels liegen nebeneinander vier verschüttete und mit Erlenstauden überwachsene Abbaustellen.
- Bementit - Braunit - Coralloit - Fluorcalcioroméit - Franklinphilit - Galaxit - Gasparit-(Ce) - Manganberzeliit - Manganerz - Mangano-Calcit - Manganocummingtonit - Nontronit - Palenzonait - Parsettensit - Piemontit - Pyrophanit - Rhodochrosit - Rhodonit - Sarkinit - Spessartin - Tephroit - Tinzenit - Tiragalloit - Wallkilldellit-(Mn)

GR :  Rheinwald, Splügen, Piz Vizan, ca. 1500 MüM
Nahe bei Splügen (vom Piz Vizan gegen Splügen)
- Albit - Calcit - Quarz

GR :  Rheinwald, Splügen, Seehorn, ca. 2760 MüM
Südöstlich von Splügen.
- Adular - Albit - Chlorit - Ferroaxinit - Quarz

GR :  Rheinwald, Val Curciusa, Pizzo Tambo, Tambohorn, ca. 3280 MüM
- Hämatit

GR :  Rheinwald, Zapport, Paradieshüreli (Ostwand), Paradieshörnli (Ostwand), ca. 2900 MüM
Grat nördlich des Rheinquellhorns, hier im Albit - Oligoklas - Gneis der Ostwand.
- Chabasit - Pyrit - Stilbit

GR :  Rothenbrunnen, Thusis, Val d'Almen, Almenser Tobel, Schall-Almens, Val da Schins, Tran, Stätzerhorn, ca. 1144 MüM
Oberhalb Tran.
- Aragonit - Calcit - Quarz

GR :  Roveredo, Monte Laura, ca. 1370 MüM
- Biotit-Sillimanitgneis. Zwischen Mte- Laura - Alpe Girso, am Weg, Koord. 728000 / 118900: die Kriställchen beider Fraktionen sind mit etwas Biotit verwachsen Oberhalb Monte Laura (SE Roveredo, Valle Mesolcina) stehen im nördlichen Teil der Zone von Bellinzona Gneise mit merklichen Gehalten an Sillimanit und Disthen an. In diesen Biotitgneisen ist von Auge vor allem weisser Sillimanit erkennbar. Disthen erscheint mehr untergeordnet und die grösseren Stengelchen erreichen die Länge von 1 cm nicht.
- Biotitgneis mit Sillimanit, Disthen, Granat. Km 7.990, Strasse Roveredo - Mte. Laura, Koord. 729350/119300: Sillimanitfraktion rein. Disthenfraktion mit anhaftendem Biotit und Staurolith verunreinigt.
- Biotitgneis mit Sillimanit, Km 7.850 Strasse Roveredo - Mte. Laura, Koord. 729400 / 119400: beide Fraktionen sind mit etwas Biotit verwachsen, die Distehnfraktion enthält geringe Mengen Staurolith und Turmalin.
- Biotitgneis mit Sillimanit und Disthen, Km 7.850 Strasse Roveredo – Mte. Laura, Koord. 729400 / 119400: vereinzelte Körner mit Biotit verwachsen.
- Biotitgneis mit Granat und wenig Sillimanit, Km 7.850 Strasse Roveredo – Mte. Laura, Koord. 729400 / 119400: vereinzelte Körner mit Biotit verwachsen: die Kriställchen beider Fraktionensind mit etwas Biotit verwachsen.
- Biotit - Dumortierit - Granat - Kyanit - Sillimanit - Staurolith

GR :  Rütiwald, Aeuja, ÄUJA, Monbiel, St. Andreas(Mine), ca. 1550 MüM
Mit dem Auto bis zum Fahrverbot beim Werribach, vor dem Schwaderloch. Von hier aus folgt man dem Alpweg, beim Gehöft 'Malcheti’ vorbei, die Rüti hoch bis zum grossen 'Guggerstein’. Dieser liegt unterhalb des Rütiwalds am Rande der Alpweide. Gut geschützt vor Lawinen wurden Maiensäss-Hütten hinter diesem grossen Stein errichtet. Wenn man von hier geradeaus die Waldschneise hoch geht, gelangt man linksseitig an steile, von Bäumen überwachsene Gesteinspartien. Hier beginnt die vererzte Zone, und man befindet sich mitten im historischen Abbau-Gebiet (ca. 1550 m u. M.). Einzelne Schürfstellen (heute überwachsen) wurden vermutlich kurzzeitig bearbeitet.
- Erz - Pyrit - Siderit

Zusammengestellt von Anton Perner
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