Vorkommen von Mineralien und Rohstoffen im Kanton Glarus - Mineralienfundorte in der Schweiz 3.0

Fundorte Schweiz
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Vorkommen von Mineralien und Rohstoffen im
Kanton Glarus

Die vollständigen Fundort- und Mineraliendaten sind nur auf dem USB-Stick vorhanden.

 65 Fund- Abbauorte
112 Mineralien/Synonyme/Varietäten
425 Zuweisungen


GL_GR :  Arosa, Bawald, Brüggenhorn(nordnordöstlich), Brüggerhorn(Nordosthang), Chüpfertäli, Dälenschutzwald, Davos, Dorftäli, Grünbödeli,Hauptertal, Hauptertäli, Mittelgrat, Obersässtäli, Parsennfurgga, Parsennhütte, Parsennhüt te (südöstlich), Schaflägergrat, Schaflägergrat (westlich), Schwarzhorn, Schwarzhorn (Nordgrat), Schwarzhorn, (Osthang), Strelapasses, Totalp, Totalphorn, Totalphorn (Westflanke), Totalpsee (nordwestlich), Totalpsee(südöstlich), Totalpsee (westlich), Weissfluh (Westhang), Weissfluhjoch, Weissfluhjoch (nordnordwestl.), ca. 2250 MüM
Augit-Serpentin: Der Augit-Serpentin ist das wichtigste und verbreitetste Gestein des Totalpserpentin-Komplexes. Seine bedeutendsten Vorkommen liegen am Weissfluhjoch, am Mittelgrat und Schaflägergrat und rund um den Totalpsee; ferner besteht der Hang nördlich des Totalpbaches unter dem Höhenweg und das Totalphorn grossenteils aus Augit-Serpentin.
Vorkommen von Augit-Serpentin: Handstück, Koord. 780.500/189.440, Höhe 2650 m, Schaflägergrat, Davos. Handstück Koord. 781.030/190.065, Höhe 2500 m, südöstlich des Totalpsees, Davos.
Eigentlicher Serpentin: Unter ,,eigentlichem Serpentin" versteht man hier diejenigen Gesteine, welche praktisch vollkommen serpentinisiert sind, die also nur noch aus Chrysotil, Lizardit und ausgeschiedenen opaken Mineralien bestehen.
Vorkommen eines eigentlichen Serpentins: Handstück, Koord. 780.565/190.570, Höhe 2495 m, westlich Schwarzhorn, Davos.
Feinkörniger Peridotit (Peridotit-Mylonit): Der feinkörnige Peridotit ist eines der auffallendsten Gesteine des Ophiolith-Komplexes, obschon er eigentlich nicht sehr verbreitet ist. Grössere Vorkommen findet man zwischen dem Totalphorn und der Parsennhütte (Koord. 781.700/190.800 und Koord. 781.950/190.850), kleinere beispielsweise auf dem Südgrat des Schwarzhorns oder auf dem West- und Nordostgrat des Totalphorns.
Vorkommen eines feinkörnigen Peridotits.
Handstück, Koord. 781.950/190.850, Höhe 2295 m, Totalp, Davos.
Picotit-Pyroxenite: Die Picotit-Pyroxenite treten als einige Zentimeter dicke Lagen im Augit-Serpentin auf und laufen meist in der gleichen Richtung wie die pyroxenreicheren Bänder des letzteren. Makroskopisch sieht man grosse Pyroxen-Kristalle (2-3 cm lang), zwischen denen derbe braunschwarze Spinellmassen liegen.
Vorkommen von Picotit-Pyroxenit: Handstück, Koord. 780.550/189.630, Höhe 2660 m, Weissfluhjoch, Davos.
Pyrop-Ceylonit-Pyroxenite: Die Pyrop-Ceylonit-Pyroxenite bilden 10 bis 40 cm dicke Adern im Augit-Serpentin. Die schönsten Vorkommen findet man nördlich und südlich der ,,Grossen Wasserscheide" (Weissfluhjoch).
Spinellfreie Pyroxenite: Die spinellfreien Pyroxenite findet man entweder als dm3-grosse Linsen im Augit-Serpentin und in den Serpentinen mit weissen Calcitadern oder als Knauern in den Ceylonit-Pyroxenit-Adern.
Vererzter Pyroxenit: Im Gebiet des Totalpbergsturzes am ,,Grünbödeli" (Koord. 786.450 / 191.700) findet sich das Vorkommen von vererztem Pyroxenit in einem zusammenhängenden Felsblock, der sich auf eine Fläche von etwa 100 x 100 m erstreckt. Er besteht teils aus massigen, hellgrünen und gelben, teils aus gneisigen Gesteinen und ist von mehreren etwa 50 cm dicken, stark vererzten Pyroxenitgängen durchzogen, die ums Jahr 1870 intensiv ausgebeutet wurden.
Rote Ophicalcite: Die roten Ophicalcite sind ausserordentlich auffallende Gesteine. Die wichtigsten Vorkommen liegen am nördlichen Teil des Schwarzhorns, im Obersässtäli und am Südhang des Stützbaches, westlich der Stützalp.
Vorkommen von hellrotem Ophicalcit: Handstück, Koord. 780.810/190.500, Höhe 2560 m, Obersässtäli, Davos.
Vorkommen von dunkelrotem Ophicalcit: Handstück, Koord. 780.900/190.905, Höhe 2610 m, Schwarzhorn, Davos.
Graugrüne Ophicalcite: Die makroskopische Beschreibung der roten Ophicalcite gilt weitgehend auch für die graugrünen Ophicalcite, natürlich mit dem Unterschied, dass die Farbe des Calcitmaterials hier nicht rot, sondern graugrün, grau oder grün ist. Im Allgemeinen sind diese Ophicalcite etwas mehr schlierig, und hie und da durchzieht sie eine mehrere Zentimeter dicke Ader, gefüllt mit garbenförmig angeordnetem, stengeligem, farblosem Diopsid.
Vorkommen von graugrünem Ophicalcit: Handstück, Koord. 780.660 / 190.410, Höhe 2560 m, nordwestlich Totalpsee, Davos.
Serpentin-Gneis-Kontakt: Die Kontakte des Totalpserpentins mit den hornblendeführenden Biotitgneisen, sind an folgenden Stellen besonders schön aufgeschlossen: am Mittelgrat, im Dorftäli um Punkt 2544 und am Schaflägergrat. Etwas weniger schöne, aber trotzdem wichtige Aufschlüsse findet man im Hauptertäli nordwestlich des Strelapasses Koord. 779.73/187.74), im Chüpfertäli (Koord. 777.33/187.00) und im Bawald östlich der Strasse Davos-Klosters (Koord. 787.00/191.69).
Kontakt Serpentin - graue Kalkschiefer: Im oberen Teil des Hauptertales auf Koord. 780.325/189.100 findet man in einer ausserordentlich komplizierten Gesteinsabfolge einen Kontakt von Serpentin mit grauen Kalkschiefern. Zwischen dem Serpentin und den unveränderten Kalkschiefern befindet sich eine 5-25 cm dicke Zwischenzone, die gegen den Serpentin zu im Wesentlichen aus einem Serpentin-Granatfels und gegen den Kalkschiefer aus einem Vesuvian-führenden Granat-Diopsidfels besteht.
Kontakt Serpentin-Hauptdolomit: Im Todalpgebiet ist die Grenze des Serpentins und der Ophicalcite gegen den Hauptdolomit der Aroser Schuppenzone rein tektonisch und grösstenteils mit Schutt bedeckt. Nur im Gebiet von Arosa sind Kontakte von Serpentin, der eine Fortsetzung des Totalpserpentins sein dürfte, mit Dolomit zu beobachten.
Im Obersässtäli um P. 2442 Koord. 780.6/191.1 Im nördlichen Teil der dortigen Felspartie finden sich unten rote, gelbe und graue Kalkschiefer, die nach oben mit roten, radiolarienführenden Schiefern wechsellagern und allmählich in rote und grüne Radiolarienhornsteine und -schiefer übergehen.
Auf dem Nordgrat des Schwarzhorns Koord. 780.90/190.98. In den roten Ophicalciten befindet sich ein einige Kubikmeter grosses Vorkommen von rotem Radiolarienschiefer.
Auf dem Osthang des Schwarzhorns Koord. 781.157/191.02. Hier findet man eine bunte Abwechslung von grauen, roten und grünen Kalkschiefern mit mehreren Lagen Ophiolithmaterial, welch letzteres übrigens, wie wir schon im mineralogischen Teil erwähnten, ziemlich Fuchsit führt.
Diabase: Ein recht interessanter Aufschluss befindet sich am Westhang der Weissfluh, Koord. 779.350/190.320. Zwischen kalkigen, flyschähnlichen Schiefern findet man kopf- bis faustgrosse ,,Pillows" mit kalkiger Zwischenmasse
- Aktinolith - Amphibol - Anatas - Andradit - Aragonit - Augit - Awaruit - Bravoit - Brunsvigit - Calcit - Ceylonit - Chalkopyrit - Chalkosin - Chlorit - Chrysotil - Demantoid - Diabas - Diallag - Diaspor - Diopsid - Dolomit - Enstatit - Epidot - Ferristilpnomelan - Ferrostilpnomelan - Fuchsit - Goethit - Granat - Heazlewoodit - Hämatit - Leuchtenbergit - Lizardit - Magnetit - Muskovit - Olivin - Orthopyroxen - Pennin - Pentlandit - Phlogopit - Picotit - Prehnit - Pumpellyit - Pyrit - Pyrop - Pyrrhotin - Quarz - Rutil - Spinell - Stilpnomelan - Talk - Titanit - Vesuvian - Zirkon

GL :  Auerenalp, Bützistock, Ennetseewen, Gandstock, Kärpfgletscher, Kärpfscharte, Kleinkärpf, Matzlen, Niederental, Ratzmatt, Schwanden, Sonnenberg (Westhang), Tschermannen, Untere Sandalp, ca. 1830 MüM
In Kupfererzen in den Spiliten des Verrucano. Unterhalb der Hütte Matzlen, auf ca. 1834 MüM.
Bei der Kartierung der Ergussgesteine des Verrucano im Glarner Freiberg konnte Christian Amstutz an verschiedenen Stellen Kupfererze beobachten. Alle diese Vorkommen treten in den Ergussgesteinen auf. Die Örtlichkeiten sind:
- Kleinkärpf    (726000 / 197750 / 2650 m),
- Sonnenberg-Westhang                  (725850 / 199800 / 2200 m),
- Gandstock    (727650 / 203600 / 2160 m)
- Matzlen                    (725450 / 200500 / 1730 m), 50 m westlich unter der Alphütte).
An den drei ersten Stellen treten die Erze nur spärlich auf, während sich unterhalb Matzlen eine kleine Lagerstätte befindet).
- Azurit  - Bornit  - Chalkopyrit  - Chalkosin  - Chlorit  - Chrysokoll  - Covellin  - Fahlerz  - Hämatit  - Kupfererz  - Magnetit  - Malachit  - Pyrit  - Quarz  - Tetraedrit -

GL :  Bifertengletscher, ca. 1950 MüM
Muskovitaplit in der Kontaktzone am am Gletscherende (Stand um ca. 1938): Einmal treten überall in der Kontaktzone meist schmale Quarz-Chlorit-Zerrklüfte auf. Die Gänge dagegen, welche Quarz, Calcit und Chlorit führen, lassen sich auf mehrere m hin verfolgen. Soweit die Aufschlussverhältnisse eine Beurteilung erlauben, handelt es sich um Gänge und nicht um Zerrklüfte. Ihre Mächtigkeit schwillt bis zu 70 cm an und nimmt nach einigen m wieder auf wenige cm ab. Quarz und Chlorit kommen zusammen in den breiten Gangbereichen, Quarz und Calcit dagegen in den schmalen Partien vor.
- Calcit  - Chlorit  - Quarz -

GL :  Bödeli, Hölle, Mittel-Lochegg, Mittlere Lochegg, Niederurnen, Oberurnen, Unter-Lochegg, Untere Locheg, Urnerbach, Wageten-Grat (Nordseite);(Kohlevorkommen), ca. 1300 MüM
Ober-Urnen. In der Eozänmulde am Südabhang der Wageten (erste Kreidekette) wurde bei 1370 m Meerhöhe im "Bödeli"  zwischen Mittel- und Unter-Lochegg anlässlich von Quellenfassungsarbeiten im Sommer 1918 eine 10 cm dicke Kohlenschicht gefunden. Die Kohle ist schwarz, innerlich von Rutschflächen durchzogen, in einzelnen Partien verbogen, und zerfällt nach schwarz glänzenden Spaltflächen in parallelopipedische Stücke. Einzelne weisse kalzitische Zwischenhäutchen durchziehen sie, und zahlreiche Pyritwürfel bis 1 1/2 mm Kantenlänge liegen in ihr verstreut.
- Kohle - Pyrit -

GL :  Elm, ca. 980 MüM
Näheres zum Fundort ist in der Literatur leider nicht erwähnt.
- Ferroaxinit  - Quarz -

GL :  Elm, Alp Camperdun (Westrand), Camperdun Unterstafel (westlich), Fahnenstock, ca. 1350 MüM
Beim Aufstieg von Elm nach dem Fahnenstock (2168 M.) trifft man am \Vestrande der Alp Camperdun 7-4 verschiedene Nummulitenbänke an, die durch Schieferlagen von wechselnder Mächtigkeit getrennt sind. Die tiefste Nummulitenbank liegt dort etwa 150 m über den obersten Dachschiefern. Sie zeigt westlich von Camperdun Unterstafel von unten nach oben folgende Schichtreihe:
1. 1 Meter dunkel rostbraun anwitternder, dunkelgrauer bis grünlichgrauer, körniger, glaukonitreicher Kalk mit vielen weissen Körnchen, auf Kluftflächen viele wasserklare Quarzkriställchen.
2. 1.1 Meter dunkelgrauer, glaukonithaltiger, körniger Kalk mit rostbrauner und ockerfleckiger Anwitterungsfläche, reich an feinen Glimmerschüppchen, ganz erfüllt von vorwiegend kleinen Nummulinen und Orthophragminen; einzelne Spondylus. Auf Querklüften viele wasserklare Quarzkriställchen.
- Quarz -

GL :  Elm, Bergligrat, ca. 2350 MüM
Die Klüfte sind im Quarzporphroid zu finden.
- Quarz -

GL_GR : Elm, Hausstock, ca. 3150 MüM
In den Kalken des Hausstockes.
- Fadenquarz - Quarz -

GL :  Elm, Kärpf, Kärpfscharte, ca. 2790 MüM
Die Klüfte sind im Quarzporphroid zu finden.
- Quarz - glasklar, bis 1 cm.

GL :  Elm, Mittagshorra, Mittetagshorn, Mittetaghorn, Mittaghorn, ca. 2410 MüM
Am Grat gegen das Zwölfihorn liegt, ca. 2.6 km südlich von Elm, das Mittagshorra. An diesem Berg sind einige Vorkommen von Quarz ausgebeutet worden.
- Chlorit  - Phantomquarz  - Quarz -

GL :  Elm, Sernftal, Piz Segnas, ca. 3100 MüM
Klüfte sind im Bereich zwischen 1300 und 2600 Meter vorhanden. Vor allem die in den mächtigen Schieferbänken eingelagerten Quarzsandseine (Sardonaquarzite), mit einer Mächtigkeit bis zu mehreren Metern, führen Klüfte.
- Calcit  - Chlorit  - Fadenquarz  - Japaner-Zwilling  - Phantomquarz  - Quarz -

GL :  Elm, Sernftal, Steinibach, ca. 1660 MüM
Aus dem Flysch, genauere Angaben fehlen.
- Albit  - Anatas  - Brookit  - Calcit  - Chalkopyrit - Quarz  - Rutil -

GL :  Elm, Sernftal, Sunnenhörnli, ca. 2165 MüM
Aus einem Uranvorkommen.
- Meta-Autunit -

GL :  Elm, Sernftal, Särnftal, Engi, Plattenbruch, Landesplattenberg, Brämenloch, Altmannloch, Gigerloch, Altenberg, an der Eck, Engi-Hinterdorf, Schwarzkopf;(Schieferbergbau ), ca. 810 MüM
- Tonschiefer -

GL :  Filzbach, Alp Vordertal, Vorder Tal, Kerenzerberg, Mürtschengebiet, ca. 1128 MüM
Beim Bauen (1960) eines Stalls wurde der Fluorit-Riss mit einem Ausmass von 6 Meter mal 0.4 Meter angeschnitten. Der Hohlraum im Oehrlikalk war teils mit Lehm gefüllt.
- Calcit  - Fluorit  - Gelpyrit  - Pyrit -

GL :  Glarneralpen, Elm, Alpli, Alplispitz, ca. 1400 MüM
Aus der Flyschzone der Glarneralpen. In Flyschsandsteinbänken, gerne im Kontakt zu weicheren, dunkelgrauen bis schwarzen Tonschieferschichten.
- Albit  - Anatas  - Brookit  - Calcit  - Chalkopyrit  - Chlorit  - Fadenquarz  - Limonit  - Quarz  - Rutil -

GL :  Glarus, Furgmatt, Frugmatt
Frugmatt zwischen dem Kärpf- und Hausstock.
- Quarz -

GL :  Glarus, Obstalden, Mühlehorn (und Umgebung), Wallenberg bei Mollis, ca. 430 MüM
Hier handelt es sich nicht um einen Berg sondern um eine Ortschaft am Walensee. Der genaue Fundort konnte nie eruiert werden. Ausgiebige Funde von Realgar konnten aus den Deponien des Nationalstrassen- und Bahnbaues gemacht werden. Die realgarführenden Adern liegen in den Zementsteinschichten etwa an der Gemeindegrenze Mühlehorn - Obstalden.
- Realgar -

GL :  Glarus:(Meteorit), ca. 500 MüM
Allgemein gehaltene Fundortangabe. Nähere Angaben fehlen. Falldatum: nicht sicher, 6.10.1674
- Meteorit -

GL :  Glärnisch, ca. 2860 MüM
- Chamosit  - Riebeckit -

GL :  Glärnisch (am Fusse), Klöntal, Seerütti, Tiefenwinkel;(Erzabbau)
Das Glarnerland ist arm an Erzvorkommen, und es verwundert deshalb nicht, dass über die Jahrhunderte nur gerade an drei Stellen solche ausgebeutet wurden. Das älteste Bergwerk wurde auf Guppen ob Schwändi in der ersten Hälfte des 16. Jh. betrieben. Abgebaut wurde vornehmlich Roteisenstein, nachdem das anfänglich gefundene Silbererz bald erschöpft war. Kurz nach Aufgabe der Arbeiten auf Guppen begann die Ausbeutung von Eisenerz in Seerüti im Klöntal, welche mit Unterbrüchen bis zum Ende des Jh. Fortgeführt wurde.
- Roteisenstein -

GL :  Guppenalp, Chölloch;(Kupfererz), ca. 1620 MüM
Dr. Armin Baltzer erwähnt 1873 in 'Der Glärnisch': "Südlich der Eisenlöcher fand ich in etwa 10 Minuten Entfernung, an einem Querpfad noch unter 1117 MüM, viel radialfaserigen Malachit und Magnetkies in zum Sernifit gehörigen Quarzit eingesprengt." Gemeint sind hier die unter Guppenalp, Isenberg beschriebenen Eisenerzabbaue.
- Kupfererz  - Malachit  - Pyrrhotin -

GL :  Guppenalp, Heuberge, Vrenelisgärtlis (Südostabhang), ca. 1760 MüM
Auf der Terrasse von Heuberge (Guppenalp) am Südostabhang des Vrenelisgärtlis ist der knollige gelbfleckige untere Schiltkalk 2-2,5 m mächtig und enthält Belemniten und einzelne Ammoniten. Darüber folgen etwa 5m Schiltschiefer und 10-15 m oberer Schiltkalk. Letzterer ist infolge reichlicher bräunlicher Tonhäute von flaserig-knolliger bis schiefriger Textur, durch nach oben spärlicher werdende Mergellagen in 30-60 cm  dicke Bänke geteilt und enthält oft kleine Pyritkristalle.
- Pyrit -

GL :  Guppenalp, Schwändi, Isenberg, Eisenlöcher;(Erzabbau), ca. 1450 MüM
Die Eisenerze auf Guppen wurden wahrscheinlich entdeckt, nachdem ein in der Nähe liegendes Silbervorkommen, das nur für etwa 2 Jahre von 1524-26 ausgebeutet wurde, erschöpft war.
Grube I: Diese Grube ist gut zugänglich und nur ca. 60 Meter vom Alpweg entfernt. Das Mundloch hat ein Ausmass von ca. 2 x 2 Meter, die Stollenlänge beträgt ca. 52 Meter.
Grube II: Sie ist von der Alphütte auf dem Guppen-Mittelstafel (1233 MüM) in südwestlicher Richtung, als Schlitz von 20 Meter Breite und 3 Meter Höhe in der Isenbergwand gut sichtbar (von Koordinate 722/207.2 aus). Das Mundloch liegt auf 1335 MüM. Die beiden Stollen (Grube I und Grube II) liegen ca. 85 Meter auseinander.
- Eisenerz -

GL :  Klöntal, Tiefenwinkel;(Erzabbau)
Nach der Aufgabe des Eisenerzabbaus auf Guppen glaubte man gegen Ende der 1560er Jahre an den Glärnischwänden im Klöntal, ca 150 m oberhalb des Tiefenwinkels, auf vielversprechende Roteisenerzschichten getroffen zu sein. Wahrscheinlich wurde im Mai 1572 mit dem Abbau und der Schmelzung von Eisenerz im Klöntal begonnen.
Bei der Eisenerzabbaustelle unterhalb des Felsüberhanges beim Tiefenwinkel am Klöntalersee findet man bei  Seewassertiefstand noch einen Haufen von gebrochenem Eisenerz, das seit anfangs des 17. Jahrhundert darauf wartet, Richtung Rhodannenberg geflösst zu werden.
- Eisenerz -

GL :  Limmerental, Muttensee, Muttsee, ca. 2400 MüM
Im Tavayannazsandstein in zahlreichen kleinen Zerrklüftchen. Diese sind vor allem dort zu finden, wo das Gestein in mächtigen Bänken vorliegt. Die Kluftwände sind mit klaren und gut ausgebildeten Quarz- und Calcitkristallen überzogen.
- Calcit  - Epidot  - Laumontit  - Quarz -

GL :  Limmernboden, Limmerenboden, ca. 1700 MüM
Im Bänder-Amphipolit. Vor dem Bau des Stausees war der Limmernboden noch zugänglich.
- Scheelit - Feinkörnig, nachgewiesen mit der Fluoreszenzlampe.

GL :  Linthal, Baumgartenalp, Limmernsee  (Zugangsstrasse Staudamm Limmernsee), ca. 1860 MüM
Südöstlich von Linthal.
- Calcit -

GL :  Mürtschenalp (allgemein), ca. 1520 MüM
Das mit Mürtschenalp bezeichnete Fundgebiet ist weitläufig und bedarf eines mehrstündigen Aufstiegs.
Während noch nicht alle Erzgänge genauer erforscht sind, sind die Halden südlich von 'Unter Mürtschen' gründlich abgesucht.
Nach Bächtiger sind auf der Mürtschenalp zwei verschiedene Erzparagenesen anzutreffen: 1) Uraninit-Paragenese mit den Mineralien (zum Teil erzmikroskopisch): Rutil, Pyrit, Bravoit, Uraninit, Arsenopyrit, Anatas, Brannerit, Sphalerit, Millerit, Linneit, Galenit, Chalkopyrit, Tetraedrit, Digenit und Covellin. 2) Hämatit, Silber, Pyrit, Molybdänit, Galenit, Betechtinit, Tetraedrit, Chalkopyrit, Bismuthinit, Wittichenit, Bornit, Chalkosin, Digenit, Stromeyerit und Covellin.
Kupfer-Erzvorkommen: Hauptgrube, Erzbett, Hochmättli-West, Chli Hochmättli, Chüetal, Tobelwald und Murg.
Kupfer-Uran-Erzvorkommen: Bärenboden, Grosses Chalchtal, Chlis Chalchtal, Silberspitz-Ost und -Nordost, Silberspitz-Süd, Hochmättli-Ost, Tscherrmannencharren-West.
Uran-Erzvorkommen: Chalttalboden, Silberplangge-Ost und -Nord, Silberplangge-West, Chline Wallenchengel, Tscherrmannencharren-Ost, Grosser Walenchengel, Chalttalköpf, Dreitürme, In den Hörnern, Chilbiweid, Tschermannen, Unterer Murgsee.
- Rosasit - Kleine, blaugrüne Pusteln mit Tirolit zusammen.

GL :  Mürtschenalp, Bärenboden;(Erzausbiss), ca. 1690 MüM
Typisch ist seine Lage in der Umgebung des N-S-Bruches, der die Lagerstätten Hauptgrube und Silberplangge verbindet. Ein weiterer Ausbiss mit Uran-Vererzung liegt einige Meter weiter nordöstlich. Die beiden Paragenesen sind an zwei verschiedene Gesteinstypen gebunden. An der Basis enthält der Melser Sandstein an beiden erwähnten Stellen bis maximal 0,2 m mächtige, schwarze, bituminöse Schiefer, die teilweise mylonitisiert und ausgewalzt sind.
- Azurit  - Bornit  - Chalkopyrit  - Covellin  - Graphit  - Malachit -

GL :  Mürtschenalp, Chalttalboden;(Erzausbiss), ca. 1570 MüM
Aus einer Kupfervererzung  sowie aus einer Uranvererzung, welche sich im Walde, ca. 170 Meter westlich des Stolleneingangs der Kupfervererzung befindet
- Anatas  - Arsenopyrit  - Azurit  - Bayldonit  - Bornit  - Brannerit  - Bravoit  - Brochantit  - Calcit  - Cerussit  - Chalkophyllit  - Chalkopyrit  - Chalkosin  - Chlorit  - Chrysokoll  - Cornubit  - Covellin  - Cuprosklodowskit  - Cyanotrichit  - Djurleit  - Euchroit  - Fahlerz  - Galenit  - Gartrellit  - Graphit  - Hämatit  - Langit  - Linneit  - Malachit  - Melnikovit - Pyrit  - Metazeunerit  - Mimetesit  - Molybdänit  - Olivenit  - Parapechblende  - Pechblende  - Pharmakosiderit - Posnjakit  - Prehnit  - Proustit  - Pyrit  - Quarz  - Rutil  - Silber  - Sphalerit  - Strashimirit  - Stromeyerit  - Tennantit  - Tirolit  - Uraninit  - Wittichenit  - Wulfenit -

GL :  Mürtschenalp, Chli Hochmättli;(Erzausbiss), ca. 2160 MüM
Es befindet sich auf der Westseite des Chli Hochmättli westlich eines N-S-Querbruches. Die Höhe des Erzausbisses ist ca. 0,2 m, die Breite ca. 2 m, die Tiefe ist unbekannt. Klüfte haben eine geringe Bedeutung. Das Begleitgestein ist ein weisser Quarzit mit Feldspäten, der durch Reduktion einer Feinbrekzie ähnlich dem Rotbergsandstein entstanden ist. Makroskopisch ist reichlich Kupferglanz und Malachit in Lagen, Nestern oder feindispers eingesprengt. Der Dünnschliff zeigt noch den seltenen, aber äusserst charakteristischen Titanit und zwei Arten Chlorit als markante Gangmineralien auf.
- Bornit  - Chalkosin  - Chlorit  - Covellin  - Delessit  - Hämatit  - Malachit  - Silber, gediegen  - Titanit -

GL :  Mürtschenalp, Chline Walenchengel;(Erzausbiss), ca. 2070 MüM
Unter dem Namen «Chline Walenchengel» wird das fächerartige Bruchzonengebiet nördlich des Grossen Hochmättli verstanden.
- Brannerit  - Chalkopyrit  - Covellin  - Fahlerz  - Galenit  - Limonit  - Linneit  - Pechblende  - Pyrit  - Quarz  - Sphalerit -

GL :  Mürtschenalp, Chlis Chalttal, Kleines Kalttal;(Erzausbiss), ca. 1960 MüM
Die Lägerstätte liegt westlich der Felsgruppe Dreitürme im Chlinen Chalttal. Die Vererzung ist lagerstättenkundlich sehr interessant, denn eine früher ca. 50 m tiefe Vererzungszone ist heute in 7 sichtbaren Teilkörpern, die einzeln nach Nordwesten abgeschert worden sind, prachtvoll aufgeschlossen.
- Anatas  - Annabergit  - Bornit  - Brannerit  - Calcit  - Chalkopyrit  - Chlorit  - Covellin  - Erythrin  - Fahlerz  - Galenit  - Hämatit  - Limonit  - Linneit - Pechblende  - Pyrit  - Quarz  - Rutil  - Sphalerit -

GL :  Mürtschenalp, Chüetal;(Erzausbiss), ca. 1960 MüM
Es liegt direkt am Weg vom Ober Mürtschen zum Schilt auf 1960 m und wurde von STÖHR (1865) in seiner Arbeit unter der Bezeichnung «unterhalb des Schilt» erwähnt. Die Vererzung befindet sich ca. 10 m über der Grenze Sernifit-Melser Sandstein in einem graubraunen, grobspätigen Dolomit. Sie umfasst einen Horizont von ca. 1,2 m Höhe; die Breite ist infolge der Vegetationsdecke unbekannt. Einigen Aufschluss über die Tiefenerstreckung gibt ein alter Stollen, der einige Meter in Fahlerz führendem Dolomit vorgetrieben wurde.
- Azurit  - Bornit  - Calcit  - Chalkopyrit  - Dolomit  - Fahlerz  - Galenit  - Limonit  - Malachit  - Pyrit  - Quarz -

GL :  Mürtschenalp, Dreitürme;(Erzausbiss), ca. 1860 MüM
Erzkörper: Koordinaten: 732.725 / 213.825, 1860 m.
Die Grösse der Vererzung ist infolge Schuttbedeckung und mangels weiterer Untersuchungen unbekannt.
- Chalcopyrit  - Fahlerz  - Galenit  - Pyrit  - Quarz  - Sphalerit -

GL :  Mürtschenalp, Erzbett;(Kupfererzabbau), ca. 1720 MüM
Der Eingang zur Grube liegt genau auf dem Weg vom Unter Mürtschen zu den Alphütten vonTschermannen. Der Erzkörper beisst unmittelbar über dem Grubeneingang und dem Weg aus. Die genaue Lagerung des Ausbisses ist schwer anzugeben, dürfte aber ähnlich wie bei der Hauptgrube und beim Grossen Chalttal sein. Die Mächtigkeit des Grauen Gebirges beträgt ca. 2-3 m, die Ausdehnung ca. 20 m. Karbonate sind relativ spärlich in Nestern. Die Erze sind dispers im Grauen Gebirge verteilt, vereinzelt können bis 5 mm mächtige Lagen, Nester und Gängchen von Erzen beobachtet werden.
Die Grube selbst ist heute (1960) nur unter grosser Gefahr zugänglich, denn die Tagesstrecke verläuft in derart verwittertem Gestein, dass fast jederzeit mit einem Einsturz gerechnet werden muss.
- Bornit  - Calcit  - Chalkopyrit  - Covellin  - Fahlerz  - Graues Gebirge  - Hämatit  - Molybdänit  - Pyrit  - Silber, gediegen -

GL :  Mürtschenalp, Etscherzapfen;(Erzausbiss), ca. 2130 MüM
Es befindet sich unterhalb des Gipfels auf der Nordseite des Kammes. Der Erzausbiss hat eine Höhe von 0,2 m und eine Breite von 10 m, die Tiefe ist unbekannt.
- Calcit  - Chalkosin  - Malachit  - Quarz -

GL :  Mürtschenalp, Grosser Walenchengel;(Erzausbiss), ca. 1980 MüM
Diese Vererzung liegt unmittelbar am Ostrand des Grossen Walenchengels. Nach den provisorischen radiometrischen Messungen dürften aber mehrere Erzkörper vorhanden sein.
- Chalkopyrit  - Galenit  - Limonit  - Malachit  - Schwarzes Gebirge -

GL :  Mürtschenalp, Grosses Chalttal, Grosses Kalttal;(Erzausbiss), ca. 1510 MüM
Koordinaten:
(a) 733.080 / 214.610, 1510 m,
(b) 733.140 / 214.610, 1430 m.
Das Stollenmundloch und die eine Halde befinden sich unmittelbar am Felsabsturz gegen das Murgtal (a), die andere Halde liegt am Fusse dieses Absturzes (b). Auf der oberen Halde wurden 1956 die ersten Uranerze gefunden. Auf der Nordseite des Stollenmundloches befindet sich der einzige Erzausbiss.
- Azurit  - Bornit  - Brannerit  - Chalkopyrit - Chalkosin  - Fahlerz  - Galenit  - Graues Gebirge  - Limonit  - Malachit  - Pechblende  - Pyrit  - Silber, gediegen  - Stromeyerit  - Torbernit  - Wittichenit -

GL :  Mürtschenalp, Grosses Hochmättli-Ost;(Erzausbiss), ca. 2200 MüM
Gesamtkoordinaten: 731.920 / 212.760-212.810, 2200 m. Es liegt am Nordostabhang des Grossen Hochmättli, wenige Meter vom Nordostgrat entfernt, genau 50 m unter dem Gipfel. Es sind drei verschiedene Ausbisse zu unterscheiden.
Ausbiss 1 hat eine Höhe von 1,4 m und eine Breite von 2 m. Die Tiefenerstreckung ist unbekannt. Ziemlich typisch ist hier ca. 0,1 m mächtiger, linsenartiger Gangquarz in feinkörnigem Grauem Gebirge mit eingesprengtem Erz.
Ausbiss2 liegt ca. 3m höher. Es handelt sich um einen alten, aber heute (1960) noch zugänglichen über 2m hohen Stollen mit einer Trockenmauer auf der Nordseite des Einganges. Die Mächtigkeit des feinkörnigen Grauen Gebirges wurde bis heute noch nicht näher untersucht; die Tiefe dürfte etwa den 10 m der W-E verlaufenden Stollenachse entsprechen. An ehemals erzreichen Stellen kann man seitliche Pingen und Schürflöcher erkennen. Die Erze sind sehr spärlich und wurden nicht weiter untersucht.
Ausbiss3 liegt ca. 5m höher und südlich vom alten Stolleneingang. Die Mächtigkeit des Erzgesteins wurde noch nicht näher bestimmt. Die Lagerung entspricht etwa derjenigen von Ausbiss 1. Das feinkörnige Graue Gebirge ist zudem stark verworfen. Limonit und gelbe Anflüge sind die üblichen Sekundärerze.
- Bismuthinit  - Bornit  - Calcit  - Chalkopyrit  - Chalkosin  - Covellin  - Fahlerz  - Graues Gebirge  - Leptochlorit  - Limonit  - Malachit  - Prehnit  - Quarz  - Tenorit -

GL :  Mürtschenalp, Grosses Hochmättli-West;(Erzausbiss), ca. 2230 MüM
Es sind zwei Erzausbisse vorhanden. Ausbiss 1 liegt ca. 1,5 m oberhalb Ausbiss 2. Die Höhe der Vererzung ist ca. 0,6 m, die Breite ca. 1,0 m, die Tiefe ist unbekannt. Die Begrenzung ist sehr scharf. Klüfte sind nur unbedeutend vorhanden. Das Begleitgestein ist Graues Gebirge, das aus Schönbühlschiefern und einer Feinbrekzie hervorgegangen ist. Makroskopisch sichtbarer Kupferglanz ist dispers eingesprengt. Malachit ist das übliche Oxydationserz.
Ausbiss2 liegt am Mundloch eines verschütteten Stollens. Die Höhe beträgt 0,3 m, Breite und Tiefe der Linse sind infolge Schuttbedeckung nicht erkennbar, ebenso wenig die genaue Lagerung; sie kann jedoch als konkordant eingeschätzt werden. Markante Klüfte fehlen. Das Begleitgestein ist feinkörniges Graues Gebirge, in welchem Nester und bis 4 cm mächtige Gängchen von eigentlichem Gangquarz auftreten. Das Erz kann häufig in den Zwickeln von Quarz- und Feldspataggregaten vorkommen, ebenso als Tröpfchen im Quarz.
- Bornit  - Calcit  - Chalkopyrit  - Chalkosin  - Chlorit  - Covellin  - Graues Gebirge  - Hämatit  - Malachit  - Prehnit -

GL :  Mürtschenalp, Hauptgrube;(Kupfererzabbau), ca. 1700 MüM
Koordinaten: 731.730-731.850 / 214.270-214.300, 1690-1700 m. Sie befindet sich südlich der Alpgebäude vom Unter Mürtschen an der Grenze Gehängeschutt-anstehender Fels in den schroffen Wänden unterhalb der Alp Tschermannen, ca. 100 m in nordöstlicher Richtung von der Grube Erzbett entfernt. Die Zugänge sind nicht gerade gut. Der Knappenweg vom Unter Mürtschen über die Halde zur Grube ist vollständig mit Erlengebüsch überwachsen. Besser erreichbar ist die Hauptgrube von der Grube Erzbett her auf einem horizontalen Weg, der während der Bergbauperiode 1854-1861 angelegt worden ist.
- Albit  - Betekhtinit  - Bismuthinit  - Bornit  - Calcit  - Chalkopyrit  - Chalkosin  - Covellin  - Dolomit  - Fahlerz  - Graues Gebirge  - Hämatit  - Idait - Molybdänit  - Pyrit  - Quarz  - Schwarzes Gebirge  - Silber, gediegen  - Stromeyerit  - Wittichenit -

GL :  Mürtschenalp, Hochmättli;(Erzausbiss), ca. 2250 MüM
Der Fundort 'Hochmättli' wird von Bächtiger in die folgenden 3 Gebiete aufgeteilt: - Chli Hochmättli, - Grosses Hochmättli-Ost und - Grosses Hochmättli-West. Die vorkommenden Mineralien sind dort nach dem Wissenstand von 1963 aufgeführt.
- Agardit-(Y)  - Arseniosiderit  - Arsentsumebit  - Baryt  - Bayldonit  - Beudantit  - Bismuthinit  - Bornit  - Brochantit  - Calcit  - Cerussit  - Chalkophyllit  - Chalkopyrit  - Chalkosin  - Chlorit  - Chrysokoll  - Covellin  - Cyanotrichit  - Djurleit  - Duftit  - Galenit  - Gartrellit  - Graphit  - Karminit  - Kasolit  - Langit  - Malachit  - Metazeunerit  - Mimetesit  - Olivenit  - Parnauit  - Pharmakosiderit  - Posnjakit  - Prehnit  - Quarz  - Tennantit  - Tenorit  - Tirolit  - Torbernit  - Wulfenit  - Zeunerit -

GL :  Mürtschenalp, Judenweg;(Erzausbiss), ca. 1760 MüM
Koordinaten: 731.520 / 215.120, 1760 m. Koordinaten: 731.370 / 215.030, 1710 m.
Es liegt unmittelbar am Weg vom Unter Mürtschen über das Heuloch zum Bärenboden. Der Horizont der bituminösen Tonschiefer liegt einige Meter über dem Melser Sandstein als konkordante, ziemlich ausgedehnte Schicht. Die Pyritisierungen erstrecken sich mehr oder weniger gehäuft oder dispers über den ganzen Horizont. Kupfervererzungen scheinen infolge fehlender Malachitanflüge nicht vorhanden zu sein.
- Pyrit -

GL :  Mürtschenalp, Mürtschenstock, Meerenalp;(Erzabbau), ca. 1600 MüM
Hier liegt ein Vorkommen des Blegi-Oolithes, welches nach H.Simon (1857) 1856 als Roteisensteinlager entdeckt wurde. Dieses Erz wies einen Eisengehalt von 30-50% auf. Zu einem Abbau kam es aber nicht.
- Eisenerz  - Fluorit  - Roteisenstein -

GL :  Mürtschenalp, Rote Riese;(Erzausbiss), ca. 1720 MüM
Es wird bereits von STÖHR (1865) erwähnt. Die Vererzung ist wahrscheinlich durch ein Gangkreuz bedingt, indem hier ein N-S-Bruch sich mit dem SW-NE-Gangsystem der Linie Erzbett-Hauptgrube-Grosses Chalttal schneidet. Die Mächtigkeit des Ganges, die jedenfalls nicht sehr bedeutend zu sein scheint, konnte nicht bestimmt werden. Das Nebengestein ist Graues Gebirge. In Erzgeröllen konnte mit der Lupe Fahlerz, Bornit und Kupferglanz festgestellt werden.
- Bornit  - Chalkosin  - Fahlerz  - Graues Gebirge -

GL :  Mürtschenalp, Schafplatten;(Erzausbiss), ca. 1870 MüM
Koordinaten: 732.720 / 213.920, 1870 m. Es liegt etwa in der Mitte zwischen den beiden Vorkommen Dreitürme und Chalttalchöpf und umfasst bis jetzt nur einen einzigen Erzkörper. Die Lagerung ist völlig undurchsichtig, da das ganze Gebiet wahrscheinlich versackt ist. Der sichtbare Erzkörper umfasst einen mehrere Meter mächtigen Block von Grauem Gebirge, der eine fliessende Begrenzung gegen das Nebengestein aufweist. An Primärerzen können makroskopisch Kupferkies und Bornit, an Sekundärerzen Limonit und Malachit festgestellt werden.
- Bornit  - Chalkopyrit  - Covellin  - Fahlerz  - Graues Gebirge  - Limonit  - Malachit  - Pyrit -

GL :  Mürtschenalp, Silberplangge;(Erzausbiss), ca. 1985 MüM
Die Silberplangge lässt sich in drei einzelne Vererzungen unterteilen, die ihrer Lage entsprechend nach den Himmelsrichtungen benannt worden sind, in der Reihenfolge abnehmender Bedeutung: - Silberplangge-Ost - Silberplangge-West - Silberplangge-Nord.
Erzkörper I: Koordinaten: 731.830 / 213.480, 1985 m.
- Arsenopyrit  - Brannerit  - Chalkopyrit  - Covellin  - Fahlerz  - Galenit  - Linneit  - Parapechblende  - Pechblende  - Pyrit  - Sphalerit  - Torbernit -

GL :  Mürtschenalp, Silberspitz-Nordost;(Erzausbiss), ca. 2170 MüM
Es befindet sich am Nordost-Abhang des Silberspitzes (Ausbiss 1). Ausläufer der Erzkörper sind sogar am Fusse des Gipfels noch erkennbar (Ausbiss 2).
Ausbiss1 Koordinaten: 732.270 / 213.260, 2170 m.
Ausbiss2 Koordinaten: 732.190 / 213.330, 2120 m.
- Bornit  - Chalkopyrit  - Chalkosin  - Covellin  - Fahlerz  - Graues Gebirge -

GL :  Mürtschenalp, Silberspitz-Ost;(Erzausbiss), ca. 2180 MüM
Es sind von hier die drei Fundstellen Silberspitz-Süd, Silberspitz-Ost und Silberspitz-Nordost bekannt.
Es liegt am Ostabhang des Silberspitz. Die Höhe des Ausbisses beträgt ca. 5 m, die Breite ist etwa ähnlich, die Tiefe ist unbekannt. Die beiden untersten Horizonte sind erzarm bis taub, der dritte ist relativ erzreich, und der oberste wieder erzarm. Klüfte sind wenig bedeutend. Das Begleitgestein ist meist feinkörniges Graues Gebirge mit runden, grobkristallinen Quarzlinsen bis zu mehreren Zentimetern Durchmesser.
- Bornit  - Chalkopyrit  - Chalkosin  - Covellin  - Graphit  - Graues Gebirge  - Malachit -

GL :  Mürtschenalp, Silberspitz-Süd;(Erzausbiss), ca. 2190 MüM
Es sind von hier die drei Fundstellen Silberspitz-Süd, Silberspitz-Ost und Silberspitz-Nordost bekannt.
Es liegt in der südlichen Gipfelwand. Die Mächtigkeit des Ausbisses wurde nicht näher bestimmt. Er keilt auf der Nordseite jedoch plötzlich aus. Die Tiefenerstreckung ist unbekannt. Klüfte sind nicht besonders typisch.
- Bornit  - Chalkosin  - Chlorit  - Covellin  - Malachit - Prehnit  - Quarz -

GL_SG : Mürtschenalp, Spontal, Hochmättli, Silberspitz, Alp Bärenboden, Meerenalp, Heubodenalp, Feldried, Erzbett (Grube), Kalttal (Grube);(Kupfererzabbau), ca. 1680 MüM
- Adamit - Azurit - Betekhtinit - Bornit - Brannerit - Brochantit - Calcit - Chalkophyllit - Chalkopyrit - Chalkosin - Covellin - Cyanotrichit - Euchroit - Kasolit - Linneit - Malachit - Metazeunerit - Mimetesit - Olivenit - Pharmakosiderit - Quarz - Silber - Strashimirit - Stromeyerit - Tennantit - Tirolit - Uraninit - Uranophan - Wittichenit -

GL :  Mürtschenalp, Tschermannenbach, Schwämmli;(Erzausbiss), ca. 1490 MüM
Auch die schwarzen, kohligen Tonschiefer über dem Melser Sandstein sind im Allgemeinen leicht radioaktiv. Zwei Stellen sind besonders beachtenswert.
Koordinaten: 731.560 / 214.670, 1490 m. Die erste liegt südlich vom Gaden der Alp Unter Mürtschen im Tschermannenbach. Da der Aufschluss nur etwa 1 m2 gross ist, lässt sich über die Fortsetzung des Horizontes nichts aussagen. Limonitkrusten deuten auf eine Eisensulfidführung. Das Uran dürfte wahrscheinlich an organische Substanzen gebunden sein.
Koordinaten: 731.810 / 214.870, 1520 m. Die zweite Fundstelle liegt direkt auf dem Weg vom Unter Mürtschen zum Steinälpli auf der Lokalität «Schwämmli ». Der Aufschluss beträgt hier einige Quadratmeter. Pyrit, eventuell Melnikovit-Pyrit oder Markasit, ist hier ziemlich verbreitet.
- Limonit  - Markasit  - Pyrit -

GL :  Mürtschenalp, Tschermannercharren- West;(Erzausbiss), ca. 2075 MüM
Die Lagerstätte liegt am Westrand und oberen Abschluss des Grossen Walenchengels. Es sind bis heute (1960) vier Erzkörper bekannt geworden, aber es ist nicht ausgeschlossen, dass beim näheren Absuchen der Umgebung noch weitere Erzkörper gefunden werden.
Erzkörper I: Koordinaten: 731.340 / 212.760, 2075 m. Er liegt am Fusse einer markanten Schichtplatte.
- Bornit  - Chalkosin  - Covellin  - Fahlerz  - Pechblende  - Pyrit  - Sphalerit -

GL :  Netstal (Steinbruch), ca. 480 MüM
Ein Abbau im Malmsteinbruch. Die Funde stammen ungfähr aus den Jahren um 1970.
- Realgar -

GL_GR : Panixerpass, Rueun-Ruis bei lIanz, Andiast, Alp Ranasca, zum heiligen Kreuz (Grube), Gulatsch, Gullatsch, Schmuerbach, Candinas, Gruoba, Prau-Grass, Prau gras, Pigniu, Prada della gruoba, Grap Surtscheins, Gruschs;(Erzabbau), ca. 2407 MüM
Auf der Alp Ranasca sind Kupfererze wie auf der Mürtschenalp anzutreffen.
Am Grap Surtscheins, etwa 2300 m ü. M., oberhalb Andest, befindet sich ein kleines Fahlerzvorkommen. Der genauere Ort der ehemaligen Grube zum Hl. Kreuz auf der Alp Runasca, oberhalb Panix, ist in Vergessenheit geraten. Es handelt sich um ein Quarz-Karbonat-Fahlerzvorkommen.
- Fluorit - Kupfererz - Quarz - Seifenstein -

GL :  Schwanden, Bächistock, ca. 2910 MüM
Westlich von Schwanden. Funde sind in der Gipfelregion gemacht worden.
- Quarz - Glasklar, bis 2 cm.

GL :  Schwanden, Guppenfirst (Grat), Nidfurner Turm (Grat), ca. 1990 MüM
- Calcit  - Quarz - Aus dem Calcit herausgelöst (mit Salzsäure).

GL :  Spitzmeilen, Krauchtal, Chrauchtal, Schönbühl, ca. 2200 MüM
Am Schönbühl südlich von Spitzmeilen im Krauchthal, Glarus, im Dolomit in Adern oder dünnen Lagen.
- Chalcedon -

GL :  Tödi, ca. 3500 MüM
In der Nähe des Gipfels.
- Calcit  - Quarz -

GL :  Tödi, Bifertengrätli;(Anthrazitabbau), ca. 2520 MüM
(Anthrazitbergbau). Am Bifertengrätli, nordöstlich des Tödi, sind im Karbon Pflanzenreste gefunden worden, die das Alter desselben als Oberste Saarbrücker-Schichten (Westphalien superieur) erkennen lassen. Der Anthrazit bildet in schwarzen  Schiefern und Sandsteinen Bröckelchen und zertrümmerte Schmitzen. Es werden auch Linsen von ziemlich reinem, würfelig zerfallendem Anthrazit von 30 bis 45 cm Mächtigkeit beobachtet.
- Anthrazit  - Steinkohle -

GL :  Tödi, Dödischeidecke, Sandalp, Skavrinthal, Skavrintal, ca. 1300 MüM
Dödischeidecke, Sandalp und Skavrintal können auf der Kart nicht gefunden werden. Bei der Sandalp handelt es sich evtl. um das heutige 'Hinter Sand'.
- Chalcedon  - Magnetit  - Markasit -

GL_GR : Tödigebiet, ca. 3610 MüM
1) Tödigebiet gegen Clariden
2) Gebiet des Tödigipfels.  
- Quarz - 1) klein, mit limonitischem Ueberzug. 2) im Rauchquarztypus.

GL :  Wichlenalp, Oberstafel, Leiterberg, Mättlenstock, Wichlenmatt, Hausstock, ca. 1640 MüM
Die Moränen auf Wichlenalp Oberstafel sind mit den Trümmern eines Felssturzes überschüttet, der sich im Winter 1881/82 hoch oben am Leiterberg unter P. 2420 m ablöste. Die aus Flyschsandstein und Dachschiefern bestehende Felsmasse stürzte zunächst in den vom Abhang des Mättlenstocks herkommenden Bach hinunter, floss durch das Bachbett hinaus nach E, brandete an dem Moränenhügel 1580 m empor und strömte, durch dieses Hindernis abgelenkt, noch eine Strecke weit nordwärts nahe bis zur Einmündung des von Wichlenmatt herkommenden Baches. Die Trümmermasse entwickelte trotz ihrer relativ geringen Dimensionen eine so grosse Beweglichkeit, weil sie stark mit Schnee vermischt war. Unter dem Schutte fallen eine Menge Blöcke auf, die fast ganz aus Bergkristallen zusammengesetzt sind. Es sind Quarzmassen, die grosse Klüfte  Flyschsandstein ausfüllten.
- Quarz -










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